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Arbeitsreicher Dienst bei den Zugfahndern

Zwölf illegal Einreisende im letzten Waggon eines Nachtzuges

Freilassing – Reichlich zu tun hatten die Zugfahnder der PI Fahndung Traunstein am Donnerstagmorgen bei der Kontrolle eines Fernreisezuges von Rom nach München.

Foto: Symbolbild, pixabay

Gleich zwölf illegal nach Deutschland eingereiste Personen konnten festgestellt werden. Kurioserweise befanden sich allesamt im letzten Waggon des Zuges.

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Im ersten Abteil des hintersten Waggons wurde eine Nigerianerin überprüft, die sich ordnungsgemäß mit ihrem Reisepass und einer italienischen Aufenthaltserlaubnis auswies. Ein Datenabgleich im polizeilichen Fahndungssystem ergab jedoch eine Ausschreibung zur Aufenthaltsermittlung durch die zentrale Ausländerbehörde München. Zur gleichen Zeit wurde festgestellt, dass durch das Bundesamt für Flüchtlinge in Bayreuth bereits im März 2017 die Abschiebung und Überstellung nach Italien angeordnet worden war. Offenbar war sie zwischenzeitlich untergetaucht und wollte nun wieder in Deutschland Fuß fassen.

Im nächsten Abteil befand sich ein Ehepaar mit seinen beiden Töchtern, das sich mit vier bulgarischen Identitätskarten auswies, die von den Fahndern jedoch sofort als Fälschungen erkannt wurden. Nachdem die Beamten den Vater auf darauf hinwiesen, händigte er die vier irakischen Reispässe der Familie aus. Er gab zu verstehen, dass sie irakische Kurden seien, die gerade aus dem aktuellen Kriegsgebiet um Kirkuk geflohen sind.

Eine weitere 5-köpfige irakische Familie befand sich im Nachbarabteil. Diese Personen waren alle ohne Ausweis und gaben sich ebenfalls als irakische Kurden zu erkennen, die nun nach Deutschland wollten.

Zuletzt stellten die Schleierfahnder noch zwei iranische Geschwister fest, die auch keine Reisedokumente vorweisen konnten und als Reiseziel Deutschland nannten.

Alle zwölf Reisenden wurden in Rosenheim an die dortige Bundespolizei übergeben, die die weiteren Ermittlungen übernahm.