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Zwei schwerverletzte Rodlerinnen an der Hochplatte – Helikopter im Einsatz

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Foto: Ziegler, BRK BGL Foto: Symbolbild

Grassau – Gleich zwei schwer verletzte Wintersportlerinnen musste die Bergwacht Grassau am Sonntag von der Rodelbahn an der Hochplatte retten. Dort war zunächst eine Rosenheimerin in einer Kurve gestürzt, als wenige Minuten später eine weitere Frau auf vereistem Boden ausrutschte.


Eine 57-jährige Rodlerin aus dem Landkreis Rosenheim war gegen 13 Uhr zusammen mit ihrem Sohn auf der Rodelbahn in der ersten Kurve gestürzt und hatte sich dabei eine schwere Fußverletzung zugezogen. Da die Unfallstelle schwer einsehbar und an einer ungünstigen Stelle gelegen war, hatten die unmittelbar nachfolgenden Rodler diese mit äußerster Vorsicht passieren müssen. Dabei war eine weitere Rodlerin, ihren Rodel an der Unfallstelle vorbei tragend, auf eisigem Untergrund zu Sturz gekommen. Die 46-jährige aus dem Landkreis Ebersberg erlitt dabei eine schwere Schulterverletzung.

Mit insgesamt zehn Einsatzkräften und einem Bergwacht-Notarzt versorgte die Bergwacht Grassau die beiden Patientinnen. Einige Einsatzkräfte befanden sich zufällig privat in der Nähe des Einsatzortes, weitere Einsatzkräfte kamen mit dem Geländefahrzeug zur Unfallstelle. Da jedoch nicht alle benötigten Kräfte mit dem Geländefahrzeug mitkommen konnten, mussten einige mit der Hochplattenbahn auffahren und schließlich von oben zur Einsatzstelle absteigen. Zur bestmöglichen Versorgung beider Patientinnen forderte der Einsatzleiter den Rettungshubschrauber Christoph 14 mit Notarzt nach, der an der Staffn-Alm zur Landung ging. Die Rodelbahn musste während der Rettung für etwa eineinhalb Stunden gesperrt werden.

Verletzte auf der Rodelbahn an der Hochplatte gerettet – Bergwacht Grassau mit Heli im Einsatz
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Einsatzkräfte der Grassauer Bergwacht auf der Hochplatte beim Verladen der Patientin in den Rettungsschlitten (Foto: Bergwacht Grassau)

Zusammen mit der Besatzung des Rettungshubschraubers übernahm die Bergwacht Grassau die notfallmedizinische Versorgung der beiden Verunglückten, wobei jahreszeitbedingt der Wärmeerhalt oberste Priorität hatte. Der Rettungshubschrauber rettete dann eine der beiden Patientinnen mittels Taubergeverfahren und flog zusammen mit ihr zur Talstation der Hochplattenbahn, wo währenddessen durch weitere Mitglieder der Bergwacht Grassau ein Zwischenlandeplatz vorbereitet worden war. Dort verluden die Retter die Patientin in den Rettungshubschrauber, der diese dann zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus einflog.

Mit dem Geländefahrzeug und einem angehängten Rettungsschlitten brachte die Bergwacht die andere Patientin ebenfalls zur Talstation der Hochplattenbahn, wo sie diese dem Landrettungsdienst übergaben. Dieser übernahm den Transport der Verunfallten zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. red/Bergwacht Grassau