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Zugunglück in Bischofswiesen: Einheimische wird schwerer verletzt und mit Heli ausgeflogen

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Zugunglück in Bischofswiesen: Einheimische schwerer verletzt mit Helikopter in Klinik geflogen
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Foto: Angerer, BRK BGL

Bischofswiesen – Mit schwereren Verletzungen wurde am frühen Samstagnachmittag eine Autofahrerin nach einer Kollision mit einem Zug per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Zahlreiche Rettungskräfte waren nach dem schweren Unfall stark gefordert.

Laut Polizei war die Bischofswieserin mit ihrem Wagen auf dem Bachingerweg unterwegs, als sie den dortigen unbeschrankten Bahnübergang überqueren wollte. Dabei muss sie den herannahenden Zug aus bisher ungeklärten Gründen übersehen haben.

Der Zug, der von Berchtesgaden in Richtung Bischofswiesen bzw. Freilassing unterwegs war, erfasste das Auto, schob es mehrere Meter vor sich auf den Gleisen entlang, bevor der Wagen in einen angrenzenden Graben geschleudert wurde.

Die Ersthelfer hatten in ihrem Notruf gemeldet, dass Rauch aus dem Unfallauto aufsteigen würde. Die Leitstelle Traunstein alarmierte daraufhin den Rettungsdienst, die zuständige Feuerwehr Bischofswiesen und, weil die Kreuzung an der Umgehungsbrücke gesperrt war, zusätzlich auch die Feuerwehr Berchtesgaden.

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Foto: Freiwillige Feuerwehr Bischofswiesen

Noch auf der Anfahrt veranlassten die Feuerwehrleute die Sperrung der Bahnstrecke, um im Bahnbereich gefahrlos arbeiten zu können. Den Einsatzkräften gelang es zum Glück schnell, die Fahrerin aus ihrem Auto zu retten und dem Rettungsdienst zu übergeben.

Bei dem Unfall trug die Einheimische mittelschwere Verletzungen davon. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Zugführer als auch die rund 60 Fahrgäste in der Bahn blieben unverletzt.

Die Feuerwehr errichtete daraufhin einen Brandschutz und sicherte die Einsatzstelle ab. Der Zugbetreiber forderte zwei Busse an, um die Fahrgäste möglichst zügig weiter zu befördern. Dazu bereiteten die ehrenamtlichen Helfer die Evakuierung des Zuges mittels einer Rettungsplattform vor.

Nach dem Eintreffen des Notfallmanagers der Bahn und der Bevollmächtigten des Bahnbetreibers wurde der Unglückszug begutachtet. Dieser wurde zwar beschädigt, blieb aber weiterhin fahrtüchtig. Es wurde auf eine Evakuierung verzichtet. Der Zug konnte nach rund eineinhalb Stunden seine Fahrt fortsetzen.

Am Auto entstand wirtschaftlicher Totalschaden von mehreren tausend Euro. Zur Ermittlung der Unfallursache waren Kräfte der Landes- und der Bundespolizei vor Ort. Aus welchen Grund es zu dem Zusammenstoß kam, bedarf nun weiterer Ermittlungen.

An der Unfallstelle waren die Freiwilligen Feuerwehren Bischofswiesen und Berchtesgaden mit rund 50 Mann sowie das BRK, die Bundespolizei, der Notfallmanager der Deutschen Bahn und Beamte der Polizei Berchtesgaden im Einsatz.

red/Einsatzbericht FFW Bischofswiesen