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Zünftige Musik und eine Kabarett-Einlage

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Musikalischer Faschingsfrühschoppen im Gasthof »Schönfeldspitze« in Stanggaß
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Die Narren hatten eine Riesengaudi. Weitere Fotos gibt es online unter www.berchtesgadener-anzeiger.de. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)
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Arthur Zeindl (Mitte) bei einer kabarettistischen Einlage.

Bischofswiesen – Der Sänger- und Musikantenverein »D'Bischofswieser« hat am Sonntag zu einem Musikalischen Faschingsfrühschoppen in das Gasthaus »Schönfeldspitze« in Stanggaß eingeladen.


In seinen Grußworten sagte Vorstand Willy Ebneth, dass dieser Sonntag ein besonderer Tag sei, zum einen Mariä Lichtmess, das Ende der Weihnachtszeit und im Verein der Sänger- und Musikanten Bischofswiesen der Auftakt der Veranstaltungsreihe.

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Der erste Musikalische Frühschoppen stand im Zeichen des Faschings und einige Frühschoppenfreunde sind auch maskiert gekommen. Viele junge Musikanten waren natürlich maskiert und man munkelte, dass sie direkt von der Samstags-Ballnacht gekommen sind. Der mit Faschingsdekoration geschmückte Saal im Gasthaus »Schönfeldspitze« war voll besetzt. Es spielten die Pechhäusl Musi, die Untersberger Musi und die Unterholz Musi. Man wünschte sich auch noch je nach Laune weitere Gesangs- und Musikgruppen. So sangen das Ehepaar Luise und Ernst Fischer und auch Ansager Arthur Zeindl hatte seinen Freund Helmut aus Waging mitgebracht, einen Ziehharmonikaspieler. Es dauerte nicht lange, dann hatte der Reichenhaller Arthur Zeindl sein Publikum für sich gewonnen.

Einen Witz nach dem anderen ließ er vom Stapel und setzte seine Show mit kabarettistischen Einlagen zum Teil mit musikalischer Unterstützung seines Freundes Helmut fort. Die Lachmuskeln der Zuhörer wurden auf das äußerste strapaziert. Ein Walzer, (»De Oim is kloa vodraht«) mehrere Polkas oder der »Schafiboarische« waren ständige abwechselnde Stückl der instrumentalen Musikgruppen. Der Fischer Zwoagsang hatte eher selten gehörte Lieder vorgetragen, »Wia lustig is im Winter« oder das Lied »Vor 25 Jahren«.

Zeindl sorgte immer wieder für besondere Aufmerksamkeit, so setzte er einem Besucher ein Toupé auf, damit seine Frau sieht, wie er früher ausgeschaut hat oder er stellte einen Stargast aus Paris da. Singen und Gitarre spielen gehörten ebenfalls zu seinem Unterhaltungsprogramm.

Schnell hat Zeindl erkannt, dass unter dem Publikum der durch Rundfunk bekannte Ansager Lenz Berger sitzt und es dauerte nicht lange, dann hatte er ihn auch zum Witze-Erzählen animiert. So lustig kann Fasching sein, mit Musikanten sowieso, da wird bei vielen aus dem Frühschoppen ein Nachmittagsschoppen geworden sein.

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Michael Kleinert (l.) und Wasti Kühnhauser spielten zünftig auf.

Bernhard Stanggassinger