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Zu streng bestraft

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Richterinnen und Richter
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Die Richterinnen und Richter eines hohen Gerichtes haben über Geld für Arbeitslose entschieden. Foto: Uli Deck/dpa Foto: dpa

Brot vom Bäcker, ein Paar Schuhe und Telefonieren mit dem Handy: All das kostet Geld. Überleg einmal, wofür Erwachsene alles Geld ausgeben. Sie müssen Essen im Supermarkt einkaufen, auch Klopapier und Zahnpasta. Oft brauchen sie auch Tickets für den Bus oder Benzin für das Auto.


Das können Erwachsene in der Regel bezahlen, wenn sie eine Arbeit haben. Doch manche Menschen sind arbeitslos und verdienen kein Geld. Ihnen hilft der Staat. Wer länger keine Arbeit hat, bekommt Hartz IV (gesprochen: vier). Das sind jeden Monat 424 Euro für einen einzelnen Erwachsenen. Eltern mit Kindern bekommen mehr.

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Doch der Staat zahlt das Geld nicht einfach so. Er verlangt auch etwas dafür. Zum Beispiel müssen arbeitslose Menschen regelmäßig zum Arbeitsamt gehen. Dort schauen Mitarbeiter dann, ob es für denjenigen eine freie Stelle gibt. Oder ob es für die Frau oder den Mann einen passenden Kurs gibt, in dem man etwas dazulernen kann.

Zu diesen Terminen müssen die arbeitslosen Menschen unbedingt hingehen! Das machen auch die allermeisten. Doch wer sich nicht daran hält, kann bestraft werden. Das gilt auch, wenn der Sachbearbeiter einen Job findet, und der arbeitslose Mensch den ablehnt. Dann bekommt er weniger Geld. Folgte jemand den Regeln mehrmals nicht, bekam er bisher noch weniger oder sogar kein Geld mehr.

Ein hohes Gericht hat am Dienstag entschieden: Das geht so nicht! Einige der Strafen sind zu streng. Denn das Hartz-IV-Geld sei eh schon so wenig, dass die Menschen nur das Allernötigste kaufen könnten. Es reicht meist gerade so zum Leben - ins Kino gehen etwa kann man davon aber normalerweise nicht. Von diesem wenigen Geld dürfe das Arbeitsamt nicht noch einen großen Teil streichen, meinen die Richterinnen und Richter. Kleinere Geldstrafen finden sie aber schon okay.