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Zu hohe Kosten

Bischofswiesen - Aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen lehnte der Bischofswieser Gemeinderat die Verlegung von Leerrohren im Zuge von anstehenden Kanalarbeiten ab.

Im Jahr 2013 ist in einigen Außenbereichen von Bischofswiesen der Bau eines Schmutzwasserkanals vorgesehen. Die Kanaltrasse verläuft zum Großteil in den Gemeindestraßen Kastensteinweg, Grubenweg und Erbmühlweg. Die Grabarbeiten sollen, soweit möglich, auf die Kanaltrasse beschränkt bleiben. Asphaltierungen des Straßenkörpers außerhalb des Kanalgrabens sind nur in Ausnahmefällen beziehungsweise als Asphaltfeinbelag vorgesehen, wie die Gemeindeverwaltung informierte. Die Förderzusage zum Kanalbau liegt bereits vor, der Baubeginn ist nach Ostern vorgesehen. Im Zuge der Ausführungsplanung sollen die Spartenträger von der Baumaßnahme in Kenntnis gesetzt und ihnen die Möglichkeit der Rohr- beziehungsweise Kabelverlegung gegeben werden.

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Im Juli letzten Jahres sprach sich der Gemeinderat dafür aus, im jeweiligen Einzelfall zu entscheiden, ob während der Bauarbeiten auf eigene Kosten Leerrohre für Medien eingelegt werden sollen. Im anstehenden Fall ist vorgesehen, Schmutzwasserkanäle in bestehende Gemeindestraßen herzustellen und Fahrbahndecken in erforderlicher Grabenbreite. Die ganze Straße soll nur in Ausnahmefällen erneuert werden. Würde man Leerrohre verlegen, informierte Gemeindemitarbeiter Matthias Irlinger, müssten diese außerhalb der Kanalleitungszone liegen, um spätere Reparaturen nicht zu behindern. Somit müsste ein eigener Graben hergestellt werden, der auch die Erneuerung der Fahrbahndecke in Grabenbreite bedeuten würde. Diese Vorleistung auf Verdacht wäre für die Gemeinde unwirtschaftlich und wurde deshalb von der Verwaltung gleich verworfen.

Alternativ könnte zur Einbringung eines Glasfaserkabels ein Leerrohr mitverlegt werden. Die zusätzlichen Kosten würden bei etwa acht bis zwölf Euro pro laufenden Meter liegen. »Allerdings wäre ein späteres Freilegen der Kanalrohre im Falle einer Reparatur nur erschwert möglich, die Gemeinde würde sich bei Reparaturen selbst behindern«, so Irlinger. Laut Verfügbarkeitsüberprüfung durch das beauftragte Ingenieurbüro sei in den genannten Bereichen bereits eine Übertragungsgeschwindigkeit von 16 Megabit pro Sekunde gegeben. Der Gemeinderat lehnte daher die Verlegung von Leerrohren im Kastensteinweg, Grubenweg und Erbmühlweg ab. kb