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45 Gesellen und eine Gesellin verstärken das heimische Handwerk – Acht Einser-Gesellen

Zimmererberuf für junge Leute attraktiv

Traunstein – Festabend für junge, erfolgreiche Zimmerer: 46 junge Zimmerer, davon auch eine weibliche Gesellin wurden freigesprochen.

Herausragende Leistung der Prüfungsbesten Zimmerer-Gesellen, die alle mit der Note Eins abgeschlossen haben (von links): Josef Piatke, Martin Kleinheyer, Alexander Kollmeier, Andreas Moosleitner und Andreas Seidl. Hinten links: Wolfgang Aschauer, Michael Klinger und Matthias Koller. (Foto: Wittenzellner)

Die Zimmerer-Innung Traunstein-Berchtesgadener Land zeichnete für die Feier im Sailer Keller in Traunstein verantwortlich.

Obermeister Josef Lechner sagt: »Ihr müsst jetzt auch in den Betrieben von einem Tag auf den anderen die Leistung eines Gesellen erbringen.« Die Freisprechung solle dazu auch das Bewusstsein schärfen. »Ihr habt vor drei Jahren die richtige Lebensentscheidung getroffen und die Weichen richtig gestellt. Das zeigen auch eure hervorragenden Ergebnisse«, lobte der Obermeister die guten Noten in Theorie und Praxis.

Der Zimmererberuf sei für junge Leute attraktiv, der an immer mehr Interesse gewinne. »Zimmerer sind Handwerker, die von der Pike auf ihre Arbeit verstehen.« Dies werde von den abgehenden Schülern erkannt aber auch von Bauherren geschätzt. Daneben gewinne der Baustoff Holz zunehmend an Bedeutung. »Wir betreiben Klimaschutzhandwerk.« Er habe in seinen vergangenen zwölf Jahren als Obermeister noch nie einen solch guten Abschluss erlebt, in der acht Gesellen mit der Note Eins abgeschlossen haben.

Wolfgang Kurfer, Schulleiter der staatlichen Berufsschule I in Traunstein, freute sich über die ausgezeichneten Leistungen der jungen Zimmerer. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Betrieben und der Innung. Kurfer erinnerte die jungen Fachkräfte nochmals an die Anforderungen, die der anspruchsvolle Zimmererberuf mit sich bringe. »Als Zimmerer seid ihr Experte auf einem Gebiet, das heute mehr gefragt ist denn je.«

Traunsteins zweiter Bürgermeister Hans Zillner, sagte an die jungen Handwerker gerichtet: »Das ist heute Ihr Tag, Sie alle gehen heute mit einem Wertpapier nach Hause.«

Der Höhepunkt der Handwerkerfeier ist traditionell die Freisprechung, die von Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter vorgenommen wurde. Zuvor würdigte er den Fleiß und das Durchhaltevermögen der Jung-Gesellen. Er würdigte die Unterstützung durch die Familienangehörigen und stellte die große Lehr- und Ausbildungsbereitschaft aller Beteiligten in Schule, Bildungszentrum und den Betrieben heraus. »Es ist der Beginn eines neuen und wichtigen Abschnitts des beruflichen Werdegangs und die Eintrittskarte in eine erfolgreiche berufliche Zukunft.« Es sei aber auch ein besonderer Tag für das hiesige Zimmererhandwerk, weil das angesammelte Wissen und Können nun in den Betrieben zur erfolgreichen Anwendung kommen könne.

Anschließend erhielten die jungen Handwerker die begehrten Gesellenbriefe. Herausragend bei der Sommerprüfung 2017 war Josef Piatke von der Zimmerei und Holzbau Resch in Bischofswiesen. Er schloss die Gesellenprüfung mit der Note Eins ab und ist Innungsbester. Das in diesem Jahr ausgezeichnete Ergebnis komplettierten weitere Einser-Absolventen mit fast dem identisch guten Ergebnis: Matthias Koller (Zimmerei Pletzer in Berchtesgaden), Martin Kleinheyer (Zimmerei Mussner in Tacherting), Andreas Seidl (Holzbau Lechner in Tittmoning), Wolfgang Aschauer (Zimmerei Aschauer in Berchtesgaden), Andreas Moosleitner (Zimmerei Matthias Koch in Anger), Michael Klinger (Holzbau Wörndl in Eggstätt) und Alexander Kollmeier (Zimmerei Kollmeier in Matzing) erreichten jeweils das Traumergebnis der Note Eins in Theorie und Praxis. Musikalisch gestaltet wurde die Freisprechungsfeier von der Buachleitn Musi. awi