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»Wunderkind« hört sie gar nicht gerne

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Alma Deutscher bei ihrem Debüt in der Carnegie Hall in New York. (Foto: Chris Lee)

Sie ist Pianistin, sie ist Violinistin, sie ist Komponistin: Anfang Dezember gab die junge Britin Alma Deutscher ihr umjubeltes Debüt in der Carnegie Hall in New York, am Silvesterabend 2019 folgte das Debüt beim Silvesterkonzert des Salzburger Landestheaters im Großen Festspielhaus Salzburg mit dem Mozarteumorchester.


Beide Male wurde ihre Komposition mit Standing Ovations gefeiert. Sie komponiert seit 10 Jahren und wird im Februar erst 15 Jahre alt. Alma Deutscher ist in vieler Hinsicht außergewöhnlich und schätzt die Bezeichnung »Wunderkind« trotzdem nicht. »Die Melodien entstehen einfach in meinem Kopf, und wenn sie bereit sind, schreibe ich sie auf. Ich liebe es, mit Musik zu leben und begreife die Welt auch durch Musik«, sagt Alma Deutscher.

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Anlässlich des Silvesterkonzerts gab Intendant Carl Philip von Maldeghem bekannt, dass Alma Deutscher einen Auftrag des Salzburger Landestheaters erhalten hat, eine neue Oper zu schreiben. Nach dem Stück »The sweeper of dreams« und ihrer Oper »Cinderella« wird dies ihre dritte Komposition für den Opernbereich sein. Der Arbeitstitel des Stücks ist »Des Kaisers neue Walzer«. Alma Deutscher sagt dazu: »Die Oper wird eine romantische Komödie sein, und ich freue mich darauf, eine neue Geschichte zu entwickeln und zu vertonen.« Die Premiere ist für das Jahr 2022 geplant.

Operndirektorin Katrin König freut sich über diese Perspektive: »Alma hat eine außergewöhnliche Begabung. Für uns ist es eine hochinteressante Perspektive, die Entwicklung dieser neuen Oper und der jungen Künstlerin zu begleiten und ein zeitgenössisches Opernstück für das Repertoire zu schaffen.« Das Landestheater wird in der kommenden Spielzeit außerdem die Oper »Cinderella« von Alma Deutscher als Neuproduktion im Repertoire präsentieren und damit die erste vollständige Fassung des Stücks in Europa zeigen. Das Stück ist eine Familienoper für alle Generationen.

Intendant Carl Philip von Maldeghem ergänzt: »Es gehört zu den Aufgaben eines zeitgenössisch arbeitenden Opernhauses, sich an der Entwicklung neuer Werke des Musiktheaters zu beteiligen. Schon die Erstaufführung des 'Sirenenklänge-Walzers' in Salzburg beim Silvesterkonzert hat gezeigt, dass Alma eine ganz eigene Klangsprache entwickelt. Wir sind gespannt darauf, ihre neue Komposition in Salzburg zu erleben und mit ihr den Weg der kreativen Entwicklung zu gehen.« fb