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Wolfsburg stoppt Favoritenschreck Offenbach

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Treffer
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Der Wolfsburger Bas Dost jubelt nach seinem Tor zum 2:0. Foto: Arne Dedert Foto: dpa
Auftakttreffer
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Nach dem 1:0 jubeln die Wolfsburger hinter Offenbachs geschlagenen Keeper Wulnikowski (M). Foto: Arne Dedert Foto: dpa
Zweikampf
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Der Offenbacher Nicolas Feldhahn (r) prallt mit dem Wolfsburger Naldo zusammen. Foto: Arne Dedert Foto: dpa
Euphorie
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Die Wolfsburger Bas Dost (vorn) und Marcel Schäfer jubeln nach dem Tor zum 2:0. Foto: Arne Dedert Foto: dpa
Angespielt
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Der Wolfsburger Makoto Hasebe (l) nimmt den Ball etwas ungewöhnlich an. Foto: Arne Dedert Foto: dpa
Small Talk
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Vor dem Spiel geben Offenbachs Trainer Schmitt (r) und VfL-Coach Hecking ein gemeinsames TV-Interview. Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Offenbach (dpa) - Der VfL Wolfsburg hat den Favoritenschreck Kickers Offenbach gestoppt und darf weiter vom ersten Titel seit der Meisterschaft 2009 träumen. Die Wölfe gewannen mit 2:1 (0:0) beim Außenseiter aus der 3. Liga und zogen zum fünften Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.


Die Tore von Ivica Olic (50. Minute) und Bas Dost (71.) waren vor 18 700 Zuschauern der Lohn für das ständige, aber meist ideenlose Anrennen des 15. der Fußball- Bundesliga. «Wenn es uns gelingt, den Pokal zu holen, wäre die gesamte Saison positiv», meinte der kampfstarke Diego.

Die Offenbacher wehrten sich tapfer, schafften durch Marcel Stadel (81.) noch den Anschluss, verpassten aber nach ihren Erfolgen gegen Greuther Fürth, Union Berlin und Fortuna Düsseldorf eine weitere Sensation. Mit einem schweren Patzer vor dem ersten Gegentreffer war Torhüter Robert Wulnikowski - 2010 beim Sieg im Elfmeterschießen über den späteren Meister Borussia Dortmund noch umjubelter Held - die tragische Figur beim Pokalsieger von 1970. Durch das Aus entgeht den finanzschwachen Hessen die so dringend benötigte Millionen-Einnahme für den Halbfinaleinzug. «Wir haben es den Wolfsburgern extrem schwer gemacht», sagte ein stolzer Coach Rico Schmitt dennoch.

«Es war sehr wichtig dieses Tor zu machen. Sie haben es 60 Minuten gut gemacht, aber nach dem 2:0 war Schluss», analysierte 1:0-Schütze Olic. «Am liebsten wäre mir jetzt ein Heimspiel, und wenn möglich nicht gegen Dortmund oder Bayern», wünschte sich Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio für die Auslosung der Vorschlussrunde am Sonntag.

«Volle Kanne!» hatte Trainer Schmitt als Motto ausgegeben - und der OFC hielt sich zunächst an die Maxime. Mit Anstoß stürmte das Heimteam nach vorne, nach nur neun Sekunden zielte Kapitän Mathias Fetsch freistehend aus 16 Metern zu hoch und vergab die erste Großchance. Bei den vorigen Coups gegen Union (2:0) und Düsseldorf (2:0) hatte der Angreifer jeweils noch getroffen.

Mutig und aggressiv traten die Kickers in der ersten Viertelstunde auf, gewannen viele Zweikämpfe, ließen aber drei gute Möglichkeiten ungenutzt. Nach der schwachen Anfangsphase übernahm Wolfsburg die Kontrolle, drängte den Gegner weit zurück. Die Angriffe des VfL erinnerten jedoch eher an ein geduldiges, ideenloses Überzahlspiel im Handball. Ohne wirklichen Druck passten Regisseur Diego und Co. den Ball um den Offenbacher Strafraum herum.

Bei der ersten gefährlichen Wolfsburger Szene rettete Wulnikowski im Gedränge vor Ivica Olic (20.), nach einer Hereingabe von Marcel Schäfer trat Vieirinha völlig unbedrängt über den Ball.

Doch auf dem holprigen und tiefen Rasen taten sich besonders die Techniker der Niedersachsen schwer, sinnbildlich die Szene nach 38 Minuten: In guter Schussposition stolperte Diego und fiel hin. Auf der anderen Seite fischte Benaglio einen Flatterball von Matthias Schwarz (38.) aus dem Winkel. Zwischenzeitlich hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark mit einer Unterbrechung der Partie gedroht, da mehrfach Plastikbecher auf das Feld geflogen waren.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte VfL zwar nicht mehr Kreativität - doch dank gegnerischer Fehler reichte das zur Führung. An einer Flanke von Makoto Hasebe segelte Wulnikowski vorbei, Stefan Kleineheismann verlor das Kopfballduell gegen Olic, der den Ball mit Bauch und Arm über die Linie drückte.

Angestachelt vom Rückschlag drückte Offenbach auf den Ausgleich, Fetsch blockte im Strafraum den Weg für Nicolas Feldhahn frei, der jedoch knapp verzog (63.). Stattdessen machte es Dost mit seinem vierten Treffer dieser Pokalrunde besser - aber auch nach dem 0:2 peitschten die OFC-Fans ihr Team weiter voran. Nach dem Hoffnungsschimmer durch Verteidiger Stadel drängten die Offenbacher jedoch vergeblich auf den Ausgleich.