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Wolfsburg schenkt Führung her - Niederlage gegen Gent

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Heimniederlage für den VfL
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Gents Roman Yaremchuk (2.v.l) bejubelt sein Tor zum 1:1 gegen den VfL Wolfsburg. Foto: Peter Steffen/dpa Foto: dpa
In der Zange
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Wolfsburgs Marcel Tisserand (l) und Josuha Guilavogui (r) kämpfen mit Gents Vadis Odjidja um den Ball. Foto: Peter Steffen/dpa Foto: dpa
Wölfe-Trainer Oliver Glasner
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Konnte die Heimniederlage nicht verhindern - Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner. Foto: Peter Steffen/dpa Foto: dpa

Das war unnötig: Wolfsburg hat die Chance nicht genutzt und muss jetzt zittern. Nach der Heimniederlage der Wölfe liegt nun KAA Gent drei Punkte vor dem VfL. Die gute Nachricht: Die K.o.-Runde in der Europa League ist immer noch drin.


Wolfsburg (dpa) - Der VfL Wolfsburg hat im Rennen um den Einzug in die K.o-Phase der Europa League einen unnötigen Rückschlag erlitten und trotz zwischenzeitlicher Führung die dritte Niederlage binnen neun Tagen kassiert.

Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner unterlag der KAA Gent mit 1:3 (1:0). Der VfL liegt in Gruppe I nun drei Punkte hinter den Belgiern, kann den für das Weiterkommen notwendigen zweiten Platz aber immer noch aus eigener Kraft erreichen.

Dafür müssen sich die Niedersachsen in den Spielen bei PFK Olexandrija und gegen die AS St. Étienne allerdings deutlich steigern. Wie schon beim 1:6 im DFB-Pokal gegen RB Leipzig und beim 0:3 in der Fußball-Bundesliga zuletzt in Dortmund präsentierte sich der VfL vorne größtenteils harmlos und in der Defensive anfällig. João Victor schoss Wolfsburg vor 11.620 Zuschauern in der 20. Minute zunächst nach vorne. Roman Jaremtschuk (50.), Laurent Depoitre (65.) und Michael Ngadeu-Ngadjui (76.) drehten die Partie aber für die Gäste, die schon im Hinspiel Comeback-Qualitäten gezeigt und nach einem 0:2 noch ein 2:2 geholt hatten.

»Vielleicht haben wir uns zu sicher gefühlt, vielleicht haben wir die ersten 30 Minuten zu gut gespielt«, sagte Maximilian Arnold nach der Partie: »So geht es nicht.« Teamkollege Renato Steffen sagte: »In den letzten Spielen haben wir uns immer selber ein Bein gestellt, und das ist sehr schade.«

Glasner hatte das Duell mit dem Tabellendritten der Pro League im Vorfeld als »vorentscheidendes Spiel« bezeichnet - und sein Team nahm sich diese Einschätzung zu Beginn der Partie offenbar zu Herzen.

Mit viel Engagement und Schwung nach vorne ging der VfL ins Spiel und kam schon früh zu ersten Chancen. Eine scharfe Hereingabe von Josip Brekalo fand vor dem Tor keinen Abnehmer (3.), kurz darauf verzog der Kroate aus aussichtsreicher Position und João Victor scheiterte an Gent-Schlussmann Thomas Kaminski (16.).

Die Gäste fanden in der Offensive zunächst überhaupt nicht statt und bekamen dafür die Quittung. William flankte in die Mitte. Dort wurde Maximilian Arnold beim Kopfball resolut geblockt, doch der Ball sprang genau vor die Füße von Victor, der aus knapp zehn Metern wuchtig einschoss.

Die Führung tat den Wölfen allerdings nicht gut. Der VfL zog sich zurück und ließ Gent ins Spiel kommen. Die Belgier hatten nun mehr Ballbesitz, wussten damit aber zunächst nicht allzu viel anzufangen. Wolfsburg machte aus den sich bietenden Räumen nach Ballgewinnen seinerseits zu wenig, so dass die Fans in der nur spärlich besetzten Arena lange keine wirklich gefährlichen Strafraumszenen zu sehen bekamen.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte der VfL passiv - und wurde bestraft. Einen langen Ball wehrte Jeffrey Bruma nur unzureichend ab und aus 20 Meter traf Jaremtschuk, der im Hinspiel zwei Tore erzielt hatte, sehenswert in den Winkel. Doch es kam noch schlimmer für Wolfsburg: Depoitre drehte die Partie nach einer Ecke zugunsten der Belgier - und Ngadeu-Ngadjui legte per Kopf sogar noch das dritte Tor für Gent nach. Der VfL hatte sich zu lange einlullen lassen und konnte sich die Niederlage selbst zuschreiben.

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