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»Wolfgang Amadeus Mozart - Die Zauberflöte«

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»Mozart – Die Zauberflöte« ist die neue Schattenskulptur von Walter Angerer hinter der Klosterkirche in Seeon überschrieben. (Foto: Giesen)

»Für einen Künstler ist es das größte Geschenk, seine Kunst an so einem Ort zeigen zu dürfen«, sagt Walter Angerer. Kürzlich wurde seine neue Schattenskulptur mit dem Titel »Mozart – Die Zauberflöte« auf einer Anhöhe hinter der Klosterkirche in Seeon aufgestellt.


Der Platz ist tatsächlich ideal für die Skulptur, durch die einerseits das Licht des Himmels, Sonne, Wolken zu sehen sind, andererseits steht sie in Sichtweite des Seeoner Sees und der Berge, umringt von drei Kirchtürmen. Die neue Skulptur des Siegsdorfer Künstlers Angerer der Jüngere ist nach Ansicht der Berichterstatterin eine seiner schönsten. Das Antlitz von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791), der in seiner Jugend bekanntlich auch immer wieder Zeit im Benediktinerkloster in Seeon verbrachte und hier komponierte und musizierte, ist eine Hommage an den Komponisten und seine berühmteste Oper »Die Zauberflöte«.

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In der Skulptur sind über Mozarts Haupt Papageno mit Panflöte und seine Papagena zu erkennen. Die kleinen goldenen Sternchen symbolisieren die Königin der Nacht, während die Schlange im unteren Teil Tamino verfolgt. Die Schatten- oder Fraßskulptur steht auf einer weißen Säule und ist bei einem Rundgang auf dem neu angelegten Weg am See entlang von allen Seiten sichtbar. Dabei aber ist diese teils »durchsichtige Schattenskulptur« von Walter Angerer, wie alle seine häufig zu findenden Skulpturen im Chiemgau, nicht aufdringlich – ein Spaziergänger, der vielleicht nur an der Landschaft interessiert ist, braucht sie nicht zu sehen und wird nicht gestört. Aber jene, denen an Kunst und der Historie von Kloster Seeon etwas liegt, werden zweifellos vieles in diesem Kunstwerk entdecken können.

Die Skulptur wurde im Beisein des Künstlers in einer Münchner Kunstschmiede, der Firma Bergmeister-Larasser, aus Stahlplatten herausgefräst. Finanziert wurden die Herstellungsarbeiten von der Schlossbrauerei Stein, die 1489, vor über 500 Jahren erstmals mit »Bierausschank« erwähnt ist und somit ebenfalls ein Jubiläum feierte.

Offiziell wird die neue Skulptur erst Anfang März von Bezirkstagspräsident Josef Mederer im Rahmen der Vernissage einer Ausstellung im Kloster Seeon mit Gemälden, Zeichnungen und Fraßskulpturen von Walter Angerer eingeweiht. Es wird eine Retrospektive auf die Arbeiten des Künstlers zum Anlass seines 80. Geburtstags sein. Christiane Giesen