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Wössner Erntedank-Ensemble und Walchschmied-Sänger verzaubern beim Musiksommer-Konzert

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In verschiedenen Besetzungen ließen die Musikanten den Altarraum der festlich geschmückten Surberger Pfarrkirche erklingen. (Foto: Krammer)

Einen ganz besonderen Abend in der Reihe Musiksommer zwischen Inn und Salzach erlebten die Besucher des Volksmusik-Konzerts in der Pfarrkirche Surberg. Das Wössner Erntedank-Ensemble und die Walchschmied-Sänger nahmen ihre Gäste unter dem Motto »Durch´s Jahr – durch´s Leb´n« mit auf eine volksmusikalische Reise, die allen Beteiligten sichtlich Freude machte.


Bereits zum Auftakt zeigten die neun Musikanten mit einem Menuett, dem »Wüldensee-Jodler« und dem Walzer »Gruß aus Bärnbach« die ganze Klangfülle ihrer flexiblen Besetzungen auf. Mit dem wunderschönen Volkslied »Wir kommen zu euch« übernahmen die Walchschmied-Sänger dann die musikalische Begrüßung der Besucher.

Breites Repertoire der Walchschmied-Sänger

Als Walchschmied-Sänger begeistern Hias Meier (1. Stimme), Franz Meier (2. Stimme) und Sepp Fischer (3. Stimme) mit ihrer eigenständigen Singweise seit über fünfzig Jahren die Volksmusikfreunde nicht nur im Chiemgau. Dass sie sich in dieser langen Zeit ein breit gefächertes Liedgut vom weltlichen bis zum geistlichen Volkslied angeeignet haben, erlebten die Besucher auch an diesem Abend hautnah.

Mit »Iatz kimmt des schee Frühjahr o«, dem bekannten »Der Kaiser liabt sei Landl«, dem festlichen »Lobet den Herren« oder »Maria sei gegrüßt« holten sie nur ein paar Juwelen aus ihrem großen »Schatzkästchen«, einen Höhepunkt setzte Franz Meier mit seinem »Almsegen« und das Loblied auf die Bauern »Ihr Herren schweigt ein wenig still« ist aktueller denn je. Begleitet wurden die drei Sänger dabei in allen Variationen des wandelbaren Wössner Entedank-Ensembles, die auch bei ihren Stücken immer wieder mit neuen Klangbildern und Zusammenstellungen überraschten.

Otto Dufter, Musikant und Musikschulleiter, fühlt sich als Leiter der Formation ebenso wie seine Mitstreiter besonders der Spielweise von Tobias Reiser verbunden. Antonia Grauvogel an der Zither, Cornelia Schlegel am Hackbrett, Sigi Meier (Harfe), Josef Linhuber (Gitarre) und Benedikt Landenhammer am Kontrabass bildeten das vertraute Klang-Fundament, das von den Wössnern mit Diatonischer Harmonika und Melodie-Gitarre erweitert und aufgefrischt wurde.

Wie in Surberg musiziert das Ensemble auch gerne in großer Besetzung mit zwei Geigen (Johanna und Franziska Edtmayer aus Chieming) und Querflöte (Michaela Kurfer). Das erweitert die Möglichkeiten des Ensembles und machte nicht nur den Zuhörern, sondern auch den Musikantinnen und Musikanten sichtlich Freude.

Akteure beweisen ihre große Musikalität

Die klangliche Vielfalt basierte auch auf der großen Musikalität der Akteure, wie etwa beim »Ostermiethinger Walzer«, bei dem Antonia Grauvogel und Sigi Meier mit Blockflöten dominierten, zu erleben war. Neben der umfassenden Klangfülle des großen Ensembles etwa bei der »Bayerisch Polka 1970« von Tobias Reiser oder beim »Korbi Boarischen« der Berchtesgadener Saitenmusi überraschten immer wieder neue Klangvarianten der Saitenbesetzungen im Zusammenspiel von Gitarren, Zither, Harfe und Diatonische Ziach.

Mit dem Lied »Laßt uns dem Herrn danken« sprachen die Sänger ihren Besuchern, die den Abend dankbar und still genossen hatten, aus der Seele, bevor sich das Ensemble in feinster »Reiser-Manier« mit der »Untersberg Polka« verabschiedete.

Der bis dahin aufgesparte Applaus entlockte den Walchschmied-Sängern noch einen eindrucksvollen Jodler und alle Musikantinnen und Musikanten sangen gemeinsam das Abschiedslied »Pfüat Gott, ös liab´n Leut« mit dem Wunsch: »Dass enk s´Lebn alle Tag freut« – nach einem solchen Konzert mit Melodien und Liedern, die die Besucher im Herzen nach Hause mitnahmen, ein leicht zu erfüllender Wunsch. Franz Krammer