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Bergwacht und Wasserwacht bei zahlreichen Einsätzen gefordert – Schnittwunde am »Seimei-Beach«

Windböe stößt Bergsteiger am Watzmann um

Die heimischen Rettungskräfte waren seit dem Wochenende bei einigen Einsätzen gefordert – unter anderem am Watzmann und am »Seimei-Beach« bei der Berchtesgadener Ache in der Unterau.

Weil er von einer Windböe umgestoßen und dabei verletzt wurde, musste ein 53-jähriger Bergsteiger vom Watzmann gerettet werden. (Foto: BRK BGL)

Eine Windböe hat einen 53-jährigen Bergsteiger am Freitag gegen 12.15 Uhr beim Watzmannhaus umgeweht. Dabei erlitt er eine Verletzung am Rückgrat. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers »Christophorus 6« versorgte ihn und flog ihn dann zum Klinikum Traunstein.

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Am selben Tag, gegen 22.30 Uhr, ging ein Notruf vom Brandkopf am Jenner ein, wo sich eine 25-jährige Berlinerin am Bein verletzt hatte. Die Bergwacht Berchtesgaden und der Berchtesgadener Notarzt versorgten die junge Frau, die dann per Rettungswagen zur Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht wurde.

Mann mit Fuß unter Baum eingeklemmt

Ein 41-jähriger Mann wurde am Samstag bei Forstarbeiten unter einem Baum eingeklemmt. Die Bergwacht Teisendorf-Anger rückte daher kurz nach 9.30 Uhr zur Fürmannalm am Teisenberg aus. Der Mann wollte einen dicken Tannenstamm ablängen, als dieser leicht zur Seite rollte und seinen linken Fuß einklemmte. Der 41-Jährige wurde nach Erstversorgung vom Roten Kreuz zur Kreisklinik Bad Reichenhall transportiert.

Am Samstag gegen 11.30 Uhr musste die BRK-Wasserwacht am Rande einer Fließwasser-Übung an der Ache auf Höhe des sogenannten »Seimei-Beach« einen 32-jährigen Badegast versorgen, der sich eine größere Schnittverletzung zugezogen hatte. Der Mann begab sich anschließend selbst in ärztliche Behandlung.

Ein Notruf vom Hochkalter ging etwas später am selben Tag, gegen 15.15 Uhr, ein, wo an der Abzweigung zur Schärtenspitze ein akut internistisch erkrankter Bergsteiger medizinische Hilfe brauchte. Der Wirt der Blaueishütte, selbst Bergretter bei der Bergwacht Ramsau, leistete Erste Hilfe, bevor der Patient mit dem Rettungshubschrauber »Christoph 14« zur Kreisklinik Berchtesgaden geflogen wurde.

29-Jähriger muss völlig erschöpft vom Watzmann gerettet werden

Gegen 17.50 Uhr musste die Bergwacht Ramsau zur Watzmann-Südspitze ausrücken, wo ein völlig erschöpfter 29-jähriger Bergsteiger aus Tschechien nicht mehr weiter absteigen konnte. »Christoph 14« und die Bergwacht Ramsau flogen ihn ins Tal nach Ramsau. Von dort aus wurde er per Rettungswagen zur Kreisklinik Berchtesgaden gebracht. Im Einsatz waren auch die Bergwachten Berchtesgaden und Traunstein mit ihren Kerosin-Anhängern.

Ein Jugendlicher brauchte am Sonntag gegen 13.50 Uhr an der Schärtenalm am Hochkalter Hilfe, da er wegen einer Knieverletzung selbst nicht mehr absteigen konnte. Die Bergwacht Ramsau brachte ihn zur Seeklause ins Tal, von dort aus begab er sich selbst in ärztliche Behandlung.

Am Montag gegen 23.30 Uhr wurden Lichtquellen an den Mannlköpfen an der Westwand des Hohen Gölls im Bereich des Eisenkendlsteigs gesichtet und als alpines Notsignal missgedeutet. Der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden musste die Lage abklären, konnte aber keine Hinweise auf einen Notfall feststellen. fb