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Wiesnblaulicht: Unter den Rock fotografiert, Handtaschendiebin und "Strong-Man"-Wettbewerb

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Foto: dpa/Armin Weigel

Rosenheim – Allerhand Zwischenfälle hat die Wiesnwache vom gestrigen Montag am Rosenheimer Herbstfest zu melden. Von Diebespraktiken bis hin zu einem "Umwerf-Wettbewerb" war wieder vieles dabei.


Am traditionellen „Maurer-Montag“ waren wieder zahlreiche Handwerker auf dem Herbstfest vertreten, die einen friedlichen Wiesntag erlebten. Viele Familien nutzten die Sonnenstrahlen und schlenderten vergnügt durchs Festgelände. Da dauerte es nicht lange, bis der erste Sprössling verlustig gemeldet wurde. Erfolgreich konnten die Wiesnwachler die Kinder im Getümmel aufspüren, ebenso wie eine Täterin nach mehreren Handtaschendiebstählen.

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Aufgrund seines unsittlichen Verhaltens muss sich demnächst ein 29-jähriger pakistanischer Wiesnbesucher verantworten. Der Mann begrapschte auf der Heimfahrt im Bus eine junge Frau und stieg mit ihr an der gleichen Haltestelle aus. Wegen seiner Alkoholisierung kam der in Kolbermoor wohnhafte junge Mann jedoch nicht weit und schlief auf der Straße ein. Die Nacht endete schließlich in Polizeigewahrsam.

Weitere Klärung bedarf ein Vorfall, der sich gestern im Flötzinger Bierzelt zugetragen hat. Zwei Männer aus dem südlichen Landkreis Rosenheim im Alter von 33 und 42 Jahren sollen eine junge Frau beleidigt und ihr unter den Rock fotografiert haben. Die 19-Jährige habe sich daraufhin mit einem Maßkrug zur Wehr gesetzt und den 33-Jährigen leicht im Gesicht verletzt.   

„A unbandige Kraft“ verspürte ein 19-Jähriger aus dem Bereich Wasserburg, der dabei beobachtet wurde, wie er versuchte den Holzstadl des Tatzlwurms umzuwerfen. Zu seiner Verwunderung gab das Gebäude nicht nach und die Wiesnwache beendete den "Strong-Man" Wettbewerb. Mit drei Promille kam der Kraftlackel vorsichtshalber in die Ausnüchterungszelle.

Nach einer wilden Fahrt im Kettenkarussell konnte eine besorgte Mutter ihre 6-jährige Tochter nicht mehr finden. Die Beamten der Wiesnwache wurden kurz darauf im Auerbräu-Biergarten fündig, wohin sich das Madl verlaufen hatte. Obs am Durscht oder dem wilden Fahrgeschäft lag, konnte nicht mehr geklärt werden. Auch zwei weitere als vermisst gemeldete Kinder wurden glücklichen Eltern zurückgebracht.

Besonders erfreulich war der Fahndungserfolg der Wiesnwache am Montagabend. Im Bereich verschiedener Fahrgeschäfte kam es innerhalb kürzester Zeit zu mehreren Handtaschendiebstählen. Die Opfer legten vor Fahrtantritt ihre Wertgegenstände zur Seite, damit diese während der turbulenten Fahrt nicht verloren gingen. Diese Praxis machte sich eine 33-jährige Aschauerin zur Nutze und entwendete kurzerhand die abgestellten Taschen. Aufgrund einer Personenbeschreibung gelang es den Beamten der Wiesnwache die Täterin in der Menschenmenge ausfindig zu machen und sie konnten sogar noch entwendetes Diebesgut sicherstellen. Auch hier nochmals der eindringliche Hinweis der Polizei: Bitte lassen sie Wertgegenstände niemals unbeaufsichtigt oder übergeben sie diese an Vertrauenspersonen.

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