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Wieder nach Rückstand: Frankfurt schlägt Freiburg 2:1

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Eintracht Frankfurt - SC Freiburg
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Frankfurts Alexander Meier (r) feiert das 2:1 für Frankfurt, während sich Freiburgs Max Kruse ärgert. Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einer erneut von Erfolg gekrönten Aufholjagd ließen sich die Comeback-Könige von Eintracht Frankfurt um Matchwinner Alexander Meier minutenlang von ihren euphorischen Fans feiern.


Mit dem 2:1 (0:0) gegen den SC Freiburg setzten die Stehaufmännchen des weiter ungeschlagenen Aufsteigers ihre märchenhafte Erfolgsserie fort und festigten ihre Position als erster Verfolger von Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München. »Das wollen wir noch ein bisschen bleiben«, frohlockte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.

Mit einem Doppelpack in der 67. und 73. Minute wendete Meier nach dem Rückstand durch Max Kruse (50.) das Blatt und damit zum dritten Mal in dieser Saison nach einem Rückstand eine Niederlage ab. Mit 16 Punkten liegen die Frankfurter nur zwei Zähler hinter den Bayern. »Wir haben wieder Moral und Herz gezeigt. Kompliment an die Mannschaft«, lobte Trainer Armin Veh.

Fünf Tage nach dem Fußball-Fest beim 3:3 gegen Borussia Dortmund bekamen die 49 300 Zuschauer in der ersten Halbzeit trotz herrlichen Herbstwetters grauen Bundesliga-Alltag geboten. Das lag vor allem an den von Trainer Christian Streich geschickt eingestellten Freiburgern. »Nach dem ganzen Hype der vergangenen Wochen war es für uns schwer. Alle erwarten von uns jetzt Zauberfußball. Das können wir natürlich nicht bieten«, erklärte Veh.

Sein Freiburger Kollege trauerte der verpassten Chance nach, zumindest einen Punkt mitzunehmen: »Wir haben es Frankfurt schwer gemacht. Nach dem Rückstand waren wir geschockt und haben leider nicht mehr so Fußball gespielt wie zuvor«, meinte Streich. Die Breisgauer haben nach der zweiten Niederlage in Serie weiter fünf Punkte und verloren in der Nachspielzeit noch Karim Guédé, der wegen groben Foulspiels an Carlos Zambrano die Rote Karte sah.

Eitel Sonnenschein herrscht dagegen am Main. »Jetzt haben wir eine super Ausgangsposition«, sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Auch Sportdirektor Hübner war voll des Lobes: »Eindrucksvoll ist, wie die Mannschaft an sich glaubt und immer wieder zurückkommt.«

Das lag in erster Linie an Meier. Zweimal schlug der Mittelfeldmann eiskalt zu - erst mit einem sehenswerten Seitfallzieher, dann per Kopf. »Es hat in dieser Saison bisher ganz gut geklappt. Dann glaubt man, dass man es doch wieder schaffen kann«, sagte der Matchwinner zur erneuten Willensleistung der Hessen. »Das waren zwei Weltklasse-Einzelleistungen«, würdigte Teamkollege Sebastian Rode den Doppeltorschützen.

Wie Kapitän Pirmin Schwegler wurde Rode von den Gästen als Antreiber lange aus dem Spiel genommen. »Wir wussten, dass es auch ein Geduldsspiel wird«, sagte Schwegler. Nur einmal war die Defensive der Gäste vor der Pause komplett entblößt: Takashi Inui lief bei einem Konter nach Zuspiel von Rode allein auf Oliver Baumann zu, schoss aber den herausgeeilten Keeper an (27.).

Trotz der massierten Deckung besaß auch Freiburg Chancen: Einen Schuss von Julian Schuster blockte Bastian Oczipka ab (9.), kurz nach Inuis Großchance traf Daniel Caligiuri das Außennetz. In das Tor schoss dann Kruse. Doch Meier sorgte mit seiner individuellen Klasse für ausgelassenen Jubel beim Überraschungsteam dieser Saison. »Wir sind bescheiden genug, um zu wissen, dass wir jetzt nicht alles wegfegen. Deshalb sind wir überglücklich«, sagte Schwegler.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 58,2 - 41,8

Torschüsse: 8 - 12

gew. Zweikämpfe in %: 55 - 45

Fouls: 17 - 17

Ecken: 6 - 6

Quelle: optasports.com