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Wie reagieren Eltern auf verletzende Sprüche ihrer Kinder?

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Meine, deine, unsere Kinder
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In grundlegenden Erziehungsfragen sollten alleine die leiblichen Eltern bestimmen. Dies entspannt das Verhältnis der Kinder zum neuen Partner. Foto: Frank Leonhardt Foto: dpa

Kinder können mit Worten treffen. Besonders Patchworkfamilien bieten da viel Angriffsfläche für Streit. Ein Experte gibt Tipps, wie man mit dem liebgewonnen Nachwuchs des Partners am besten auskommt.


Fürth (dpa/tmn) - Da lebt man seit Jahren in einer Patchworkfamilie zusammen, und dann kommt dieser Satz, der so fürchterlich wehtut. »Du bist nicht mein Vater, du hast mir gar nichts zu sagen!« Wie sollten Patchworkeltern auf solche Sprüche von Kindern ihrer Partner reagieren?

»Wenn ein Kind so etwas sagt, ist eine Unterhaltung erstmal nicht möglich«, sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Betroffene könnten sagen: »Ja, das stimmt, aber ich habe dich trotzdem lieb. Lass uns später darüber reden.« Der Pädagoge rät allerdings neuen Partnern, sich aus grundlegenden Erziehungsfragen herauszuhalten. Über Sachen wie Taschengeld, wie lange Kinder abends ausbleiben oder bei Freunden übernachten dürfen, sollten allein leibliche Eltern bestimmen. »Wenn man Glück hat, wird man Kumpel des Kindes. Das wird man als leiblicher Elternteil nie und sollte es auch nicht.«

Ritzer-Sachs gibt aber generell zu bedenken: »Wenn so ein Spruch nach zehn Jahren prima Zusammenlebens kommt, ist das kein Zeichen, dass die letzten zehn Jahre schlecht waren, sondern nur, dass dem Kind vielleicht gerade irgendeine Laus über die Leber gelaufen ist - aus welchem Grund auch immer.«

Elternberatung der bke