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Wie Neonazi-Familien »Kleine Germanen« erziehen

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"Kleine Germanen"
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«Kleine Germanen»: Hermann salutiert. Foto: Little Dream Pictures Foto: dpa

Formal ist »Kleine Germanen« eine Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm. Inhaltlich setzt sich der Film mit der schicksalhaften Geschichte einer Frau auseinander, die nach Jahren im rechten Milieu aussteigen will.


Berlin (dpa) - Viele Jahre lang war Elsa stramm rechts. Ihr Großvater hatte sie in Erinnerung an alte Zeiten für nationalsozialistisches Gedankengut begeistert.

Auch ihre Kinder erzieht die Frau mit ihrem Ehemann ganz in diesem Sinne - bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem Elsa mit der rechten Szene nichts mehr zu tun haben und aussteigen will. Der Dokumentarfilm »Kleine Germanen« schildert ihr dramatisches Schicksal, nach einer wahren Begebenheit.

Mit einer Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm geben die Regisseure Frank Geiger und Mohammad Farokhmanesh Einblick in die Kindererziehung und das Familienverständnis im nationalistisch rechten Milieu. Aussteiger äußern sich ebenso wie bekannte Leute aus dem rechten Lager. Auch eine fachliche Einordnung gibt es: Experten kommen zu Wort, die sich etwa an Universitäten oder in Beratungsstellen mit diesem Thema beschäftigt haben.

- Kleine Germanen, Deutschland/Österreich 2019, Realfilm und 3D-Animation, 86 Min., FSK ab 12, von Frank Geiger und Mohammad Farokhmanesh.