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Werke mit Ernst und Humor

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Die Ausstellungsinstallation »Fragmente aus einem Computer« von Reiner Schöniger. (Foto: vom Dorp)

»Kunst macht viel Arbeit, aber es lohnt sich«, sagte der renommierte Überseer Maler Reiner Schöniger bei der Eröffnung seiner Ausstellung »bilder und objekte« in den Galerieräumen über dem Wirtshaus »D´Feldwies«. Lohnenswert, weil begeisternd, stuften auch die zahllosen Kunstinteressierten und Malerfreunde seine ausgestellten 57 Werke ein.


Zweiter Bürgermeister Ludwig Ertl lobte den Künstler für »diese wunderbare Ausstellung« und stellte dessen Anteil an der Existenz der Galerie in der heutigen Form als Stätte der Begegnung heraus.

Die Ausstellung selbst zeigt einen Auszug aus Schönigers künstlerischem Schaffen. Zu sehen sind eine Vielzahl von Motiven, Landschaften, Stillleben und Impressionen. Breit gefächert sind auch seine Stilrichtungen von gegenständlich-expressiv bis abstrakt sowie seine verschiedensten Techniken. Daneben sind 15 Werke zu sehen, die erst im letzten Jahr entstanden sind. Hier geht er zum Teil neue Wege mit verschiedenen Untergründen und Collagen mit Baumrinden. Dass Humor eine immer größere Rolle für ihn spielt, zeigt seine Mensch gewordene Installation von Fragmenten eines Computers.

Trotz aller »Seitensprünge« sieht Schöniger nach eigenen Worten die Aquarellmalerei und die Natur als Bild-, Form- und Farbengeber noch immer im Zentrum seines Schaffens. »Auch das Abstrakte kommt ja aus der Natur und ist kein Widerspruch«, sagt er. Generell sei für ihn die Malerei ein laufender Prozess der Kreativität, Auseinandersetzung und Entwicklung, in der es kein Ende gebe. Ihn interessiere vor allem das, was man nicht gleich sieht, und deshalb seien ihm manchmal die Farbe oder die Form als Stimmungsindikator schon genug.

Vor allem in jüngster Zeit, so Schöniger weiter, geschehe vieles ganz absichtslos und auch mit viel Humor. Als Beispiele nannte er seine Computer-Installation, zwei mit geschlossenen Augen gezeichnete Werke oder auch eine ausgeschnittene Schablone eines umgedrehten Notenschlüssels auf abstraktem Grund. Ideal zur locker-heiteren Stimmung der Vernissage passte die musikalische Begleitung von Michael Kern auf der Gitarre sowie die Trommelgruppe »Mamaya« von der Musikschule Trostberg mit Hans Spitzer am Didgeridoo.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Pfingstmontag, 16. Mai, geöffnet, und zwar täglich von 17 bis 19 Uhr und zusätzlich sonntags von 11 bis 13 Uhr. bvd