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Werke der Klassik und Romantik

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Pianist Thomas Hartmann (von links), Flötistin Johanna Hartmann und Klarinettistin Marlene Noichl spielten sich bei ihrem Kammermusik-Konzert im Heimathaus Chieming in die Herzen ihrer Zuhörer. (Foto: Müller)

Mit feinen Werken der Klassik und Romantik haben die Chieminger Profimusiker Johanna Hartmann (Flöte) und Thomas Hartmann (Klavier) bei ihrem gut besuchten Kammermusik-Konzert im Gewölbesaal des Heimathauses Chieming das Publikum begeistert.


Ein klangvoller Auftakt gelang ihnen mit dem ersten Satz des Flötenkonzerts G-Dur op. 29 des deutschen Violinisten und Komponisten Carl Stamitz, der das Werk einst für Flöte und Orchester geschrieben hatte. Die Originalversion gibt es am 11. Juli und 2. August um 20 Uhr bei den 26. Waginger Musiktagen zu hören. Dort spielt Johann Hartmann mit Chor und Orchester in der Pfarrkirche St. Martin.

Ihrer Tradition, einen befreundeten Musiker zu ihren Heimathaus-Konzerten einzuladen und einige Stücke zu dritt zum Besten zu geben, blieben die Hartmanns zur Freude ihres Stammpublikums treu: Bei Georges Bizets Werk »Entr'acte« aus der Oper »Carmen« wurde mit Marlene Noichl, ebenfalls eine Musiklehrerin, aus dem Duo erstmals an diesem Abend ein Trio – weitere brillante Klangerlebnisse mit den drei Ausnahmeinstrumentalisten sollten im zweiten Konzertteil folgen.

In die Pause ging es zunächst mit der Großen Sonate in a-Moll des deutsch-dänischen Komponisten Friedrich Kuhlau. »Wir sind dem 'Beethoven der Flöte' Kuhlau sehr dankbar, für seine zahlreichen, großen Sonaten für Flöte, die er für uns komponiert hat«, meinte Flötistin Johanna Hartmann, bevor sie das facettenreiche, rund 30-minütige Werk mit ihrem Mann einprägsam intonierte. Ein Ohrenschmaus, mit dem sie die Herzen der erwachsenen Gäste erfüllten und eines ihrer Kinder – wie zuhause oft beim Proben – in den Schlaf sinken ließen.

In atemberaubender Geschwindigkeit flogen Thomas Hartmanns Finger auch in der zweiten Konzerthälfte über die Tasten. Seine Ehefrau Johanna und Marlene Noichl standen ihm in Sachen Fingerfertigkeit und Feingefühl aber in nichts nach. Nach den »Drei Romanzen« von Robert Schumann genoss das Publikum Carl Reineckes »Undine Sonate« für Flöte und Klavier – quirlig und sprudelnd, wie es sich für die Tochter eines Wassergeistes gehört.

Zum Abschluss ließen die drei Musiker »Tarantella« von Camille Saint-Saëns erklingen. Als Zugabe erklatschten sich die begeisterten Gäste noch den berühmten »Abendsegen« aus Engelbert Humperdincks Oper »Hänsel und Gretel«. Markus Müller