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Werder Werder setzt sich oben fest

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Florian Kohfeldt
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Zum Geburtstag bekam Werder-Trainer Florian Kohfeldt von seiner Mannschaft einen Sieg geschenkt. Foto: Deniz Calagan Foto: dpa

Der Aufschwung bei Werder Bremen hält an. Selbst ein Spiel, das nicht immer optimal läuft, gewinnen die Norddeutschen inzwischen. Zum Lohn begegnen sie Topteams wie Dortmund und Bayern wieder auf Augenhöhe. Was für den Hauptverantwortlichen aber nur eine Momentaufnahme ist.


Bremen (dpa) - Den Blick auf den Bildschirm mit der Tabelle der Fußball-Bundesliga konnte sich auch Florian Kohfeldt nicht verkneifen. Werder Bremen auf Platz zwei, vor dem einstigen Rivalen Bayern München - das gefiel dem Geburtstagskind nach dem 2:0 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg richtig gut.

«Es fühlt sich besser an als Platz 16», sagte der Trainer von Werder Bremen auf die Frage, was die aktuelle Konstellation für ihn bedeute. Zwar können die Norddeutschen den Platz als Dortmund-Jäger Nummer eins bis zum Ende des Spieltages am Sonntagabend noch einbüßen. Doch ob Zweiter, Dritter oder Vierter - das erste Fazit der Saison nach sieben Spieltagen kann nur positiv ausfallen. «Mit den 14 Punkten können wir zufrieden sein», sagte Kohfeldt, der am Freitag seinen 36. Geburtstag feierte. «Auf den Leistungen lässt sich aufbauen.»

Doch während draußen im stimmungsvollen Weserstadion die Werder-Fans erneut die Rückkehr in den Europapokal besangen, mahnte Kohfeldt zur Bodenhaftung. «Das Zwischenfazit fällt natürlich positiv aus, daraus darf und wird sich aber keine Selbstzufriedenheit ableiten», sagte der Mann, der den in den vergangenen Jahren stets gegen den Abstieg kämpfenden Hanseaten die Zuversicht zurückgebracht hat. «Wir brauchen uns gar nicht mit all den Teams auf Champions-League-Niveau zu vergleichen.»

In der Tat offenbarten die Bremer auch gegen Wolfsburg Schwächen. Vor allem in der Anfangsphase taten sich die Gastgeber vor 41.000 Zuschauern gegen mutig auftretende Wolfsburger schwer. «Die ersten 25 Minuten waren nicht gut», sagte Davy Klaassen. Doch es zeigt die neue Klasse des Bremer Teams, dass es diese schwierige Phase unbeschadet überstand und dann durch den niederländischen Millionen-Einkauf in der 35. Minute in Führung ging.

Nach dem Seitenwechsel versprühten die Grün-Weißen dann zwar weiter keinen großen Glanz. So richtig in Gefahr geriet der vierte Saisonsieg aber nicht mehr, womit Werder die richtige Antwort auf das unglückliche 1:2 beim VfB Stuttgart eine Woche zuvor gab. Vier Minuten vor dem Ende stellte der erst 20 Jahre alte Johannes Eggestein den Endstand her. «Ich bin natürlich überglücklich, dass ich mein erstes Tor in der Bundesliga geschossen habe», sagte der ein Jahr jüngere Bruder von Bremens Senkrechtstarter Maximilian Eggestein.

Zur Belohnung gab es für ihn und die Werder-Mannschaft zwei Tage frei. Danach wird Kohfeldt in der Länderspielpause mit den daheim gebliebenen Akteuren wieder akribisch arbeiten, so wie es seine Art ist. Denn: «Die Tabelle sagt nichts aus. Mit 14 Punkten steigt man am Ende ab», bilanzierte der Werder-Coach.

Das Zwischenfazit des VfL Wolfsburg fällt dagegen gemischt aus. Nach zwei tristen Jahren mit der Rettung jeweils erst in der Relegation sind neun Punkte aus sieben Spielen zwar in Ordnung. Nach dem guten Start mit zwei Siegen ist der VW-Club nun aber auch schon wieder seit fünf Spielen sieglos. «Für das, was wir gespielt haben, haben wir zu wenig Punkte», sagte Maximilian Arnold. VfL-Coach Bruno Labbadia sieht die Niedersachsen dennoch auf einem positiven Weg. «Wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess.»

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