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Wenn dem Staat das Geld ausgeht

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Freiheitsstatue in New York
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Die Freiheitsstatue in New York blieb am Wochenende geschlossen. Foto: Mark Lennihan/dpa Foto: dpa

Ein Ausflug in den Nationalpark, ein Besuch im Museum: So etwas machen Urlauber gerne, wenn sie in einem anderen Land unterwegs sind. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist das gerade aber nicht so einfach.


Die Freiheitsstatue in der Großstadt New York zum Beispiel blieb am Wochenende geschlossen. Erst am Montag sollte sie wieder öffnen. Auch in Nationalparks und Museen lief nicht alles wie sonst. Das hat mit einem Streit in der Politik des Landes zu tun. »Es geht darum, wie viele neue Schulden die USA machen dürfen«, sagt ein Experte.

In den USA dreht sich viel um zwei große Parteien: die Republikaner und die Demokraten. »Einmal im Jahr macht die Regierung einen Vorschlag«, sagt der Fachmann. Darin steht, wie viel Geld der Staat in nächster Zeit ausgeben möchte.

Momentan sind die Republikaner an der Regierung. Um ihren Vorschlag durchzusetzen, müssen sie meist auch einige Demokraten überzeugen. Dafür haben sie bis zu einem bestimmten Termin Zeit. »In der Regel findet man bis zum Stichtag eine Lösung«, sagt der Experte.

Alle paar Jahre schaffen es die Politiker aber nicht, sich zu einigen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Oft passen die Pläne der Regierung anderen Politikern nicht. Teilweise wollen sich die Parteien auch gegenseitig eins auswischen, glaubt der Experte.

Finden die Politiker keine Lösung, kommt es zum Shutdown (gesprochen: schattdaun). Das ist englisch und heißt etwa Schließung und Stillstand. Das passt beides! Denn in diesem Fall darf sich der Staat kein neues Geld leihen und nur noch das Nötigste ausgeben.

Viele Ämter und Behörden blieben deshalb geschlossen. Menschen, die dort arbeiten, bekommen vorerst kein Geld. Damit in den USA wieder alles funktioniert, müssen sich die Politiker schnell einigen.