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Weltcupsieg im Reich der Mitte

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Mit 1:20 Minuten Vorsprung sicherte sich Skibergsteiger Toni Palzer den Sieg beim Individual-Weltcup in China. (Foto: Anderl Hartmann)

Die lange Reise nach China hat sich für Toni Palzer schon einmal gelohnt. Der Ramsauer Skibergsteiger holte sich gestern beim Weltcup souverän den Sieg im Individual. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Jakob Herrmann betrug 1:20 Minuten und sogar 6.60 Minuten auf den drittplatzierten Spanier Marc Pinsach Rubirola.


Um etwa 3 Uhr Mitteleuropäische Zeit wurde das Individualrennen an der ISMF Weltcupstation Lake Songhua entschieden, die Chinesen sind nämlich um sieben Stunden voraus. Palzer und Herrmann bestimmten anfangs das Tempo in dem mit nur rund 40 Sportlern besetzten Rennen. Denn aus Europa waren nur wenige Athleten angereist. Beim Individual starteten nur zehn Nicht-Chinesen, nämlich eine Russin, ein Brasilianer, zwei Japaner, drei Österreicher, zwei Spanier und mit Toni Palzer ein Deutscher. Die Strecke führte ausschließlich auf der beschneiten flachen Piste in mehreren Runden über 1 640 Höhenmeter, beinhaltete am Anfang des ersten Anstiegs auch eine Tragepassage.

Nachdem die Führung ungefährdet war und Herrmann nach leichter Krankheit noch angeschlagen, spielte Palzer seine volle Wucht aus und siegte schließlich mit etwa 1,5 Minuten Vorsprung auf Herrmann. Der drittplatzierte Marc Pinsach Rubirola lag noch mal deutlich hinter Herrmann. Der Österreicher Armin Höfl landete auf Platz 4. Sein Mannschaftskollege Daniel Zugg, Sprintsieger beim Jennerstier am Freitag in Berchtesgaden, konnte aus Krankheitsgründen nicht an den Start gehen. Ihm war die stressige Reise nach China offenbar nicht gut bekommen.

Heute steht im China das Verticalrennen auf dem Programm und morgen gibt es noch den Sprint. fb