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»Weiter hohe Akzeptanz für Maßnahmen«

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Die Polizei ist gefordert: Sie kontrolliert die Einhaltung der Auflagen, die der Staat zur Bewältigung der Corona-Krise einfordert. (Foto: Pültz)

Die Bürger in der Region halten sich nach Beobachtungen der Polizei nach wie vor weitgehend an die Auflagen, die der Staat zur Bewältigung der Corona-Krise nach wie vor einfordert. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat ein Sprecher der Polizei mitgeteilt, dass die Beamten »vom Grundsatz her auch weiterhin eine hohe Akzeptanz für die Maßnahmen« beobachten. Zwischenzeitlich erfolgte Lockerungen der Auflagen hätten zu vermehrten Bürgeranfragen – Stichwort »Was ist erlaubt und was nicht?« – geführt.


Um die Pandemie zu überwinden, gelten nach wie vor Beschränkungen für das öffentliche Leben. So steht in der fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (5. BayIfSMV) auch geschrieben: »Jeder wird angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Meter einzuhalten.«

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Die Einhaltung der von der Regierung in München ausgegebenen Auflagen zu kontrollieren obliegt der Polizei vor Ort. Und so erfolgen auch Überprüfungen in der Region Traunstein. Die Einhaltung der Maßgaben der nun fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werde durch die Beamten, so der Sprecher der Polizei, »grundsätzlich im Rahmen der Streifentätigkeit durchgeführt«. Und der Sprecher weiter: »Darüber hinaus gehende Kontrollen von zum Beispiel Ladeneinrichtungen erfolgen auch in Absprache mit dem zuständigen Landratsamt Traunstein.«

Die Auflagen, die der Staat gelockert, aber noch längst nicht aufgehoben hat, liegen im Brennpunkt der Arbeit der heimischen Polizei. »Wir kontrollieren verstärkt, können aber nicht flächendecken kontrollieren«, sagt der Sprecher. Unter Beobachtung stehen seinen Angaben zufolge insbesondere beliebte Ausflugsziele wie etwa das Bayerische Meer. Das Chiemseeufer werde »regelmäßig in unsere Kontrolltätigkeiten mit einbezogen«.

Der Sprecher macht kein Hehl daraus, dass die Polizei nicht ständig alle Bürger überwachen könne – was auch nicht erstrebenswert sei. Und so habe die Kontrolltätigkeit in Zeiten der Corona-Krise auch ihre Grenzen. Der Sprecher nennt ein Beispiel: »Die Polizei grast nicht die Biergärten ab.« Schließlich seien insbesondere die Wirte aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Auflagen eingehalten werden.

Wie oft Polizisten auf ihren Streifgängen und -fahrten in der Region pro Tag die Corona-Bestimmungen überprüfen, lässt sich nach Angaben des Sprechers nicht sagen. So verweist er auch darauf, dass die Beamten nicht alle Gespräche, die in diese Richtung gehen, – weil etwa nur ein paar Worte gefallen sind – zu Protokoll geben. Auch wolle die Polizei keine Zahlen schätzen.

»Bei der Kontrolle wird grundsätzlich ein ganzheitlicher Kontrollansatz gewählt – heißt also, es wird vor allem lageangepasst kontrolliert«, erläutert der Sprecher die alltägliche Arbeit der Polizisten. »Oberste Prämisse unseres Einschreitens ist dabei der Infektionsschutz.«

Das Ziel der Polizeikontrollen sei nicht, wie der Sprecher weiter betont, möglichst viele Verstöße festzustellen, sondern vielmehr die Bürger dazu zu bewegen, die Regeln einzuhalten. Schließlich müssten die Infektionsketten dauerhaft unterbunden werden. Nur so könne man die Pandemie gemeinsam aus der Welt schaffen. pü