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Ausschreibungen laufen nun an

Wegen Personal-Debakel: Traunstein sucht Erzieher für Kindergarten am Klosterberg

Nachdem sich wegen eines weiteren Ausfalls die Lage im Kindergarten am Klosterberg weiter zugespitzt hat, sucht die Stadt Traunstein nun nach Erziehern und Aushilfen auf 450-Euro-Basis.

Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa-Archiv

Ende Oktober haben die Mitglieder des Stadtrates den Weg geebnet: Nach der Schaffung formaljuristischer Sicherheit ist es der Stadt Traunstein nun möglich, die offenen Stellen in der Kindertagesstätte am Klosterberg auszuschreiben.

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Gesucht werden befristet als Schwangerschaftsvertretung mit der Option auf Verlängerung wegen Elternzeitvertretung beziehungsweise auf Festanstellung insgesamt zwei Erzieher und zwei Kinderpfleger. Die Stellenanzeigen erscheinen im Laufe der Woche wie üblich auf der Internetseite der Stadt Traunstein sowie in den lokalen Medien.

„Wir sind uns bewusst, dass es derzeit schwierig ist, geeignete Bewerber zu finden – vor allem bei den Erziehern und Kinderpflegern, denn hier ist der Arbeitsmarkt spätestens seit der Einführung des Anspruches auf einen Kinderkrippenplatz für Ein- bis Dreijährige nahezu leergefegt ist“, so Oberbürgermeister Christian Kegel. „Wie kompliziert die Suche ist, hat auch unsere Ausschreibung im Juli deutlich gezeigt, bei der sich nur eine geeignete Mitarbeiterin finden ließ. Dennoch hoffe ich, dass es uns zeitnah gelingt, weiteres Personal für die Städtische Kindertagesstätte einzustellen.“

Neben zwei Erziehern und zwei Kinderpflegern sucht die Stadt Traunstein für ihre Kindertagesstätten bereits jetzt für das Kindergartenjahr 2018/2019 Berufspraktikanten. Dabei geht sie auch gezielt auf die Fachakademien in der Region zu und informiert über freie Stellen.

Die Mitglieder des Stadtrates haben in ihrer Sitzung im Oktober außerdem beschlossen, dass Beschäftigte auf geringfügiger Basis, die die notwendige Qualifikation für die Arbeit in einer Kindertagesstätte haben, gesucht werden sollen. Denn Krankheiten treffen die Stadt als Arbeitgeber – wie jeden anderen Arbeitgeber auch – unvorhersehbar und überraschend.

In den Kindertagesstätten gilt für Mitarbeiterinnen außerdem ein Beschäftigungsverbot, sobald eine Schwangerschaft festgestellt wurde. „Mit Aushilfen auf 450-Euro-Basis besteht die Chance schnell und unkompliziert Ersatz zu haben, wenn Mitarbeiter in der Kindertagesstätte ausfallen“, meint Oberbürgermeister Christian Kegel. „Sie werden nicht nur über Stellenanzeigen gesucht, sondern es werden auch Mitarbeiter in Elternzeit oder ehemalige Beschäftigte, die sich nun im Ruhestand befinden, angefragt.“

Pressemitteilung der Stadt Traunstein