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Jahreshauptversammlung des Evangelischen Diakonievereins Berchtesgaden

Wechsel in der Vorstandschaft

Bischofswiesen – Der Evangelische Diakonieverein Berchtesgaden hat einen neuen zweiten Vorstand. Reinhold Löffler folgt Stefan Gauer in diesem Amt nach. Während der Jahreshauptversammlung in Bischofswiesen stellte Löffler sich vor.

Zweiter Vorsitzender Reinhold Löffler (v.l.), erste Vorsitzende Stefanie Hübner, ausscheidender zweiter Vorsitzender Stefan Gauer sowie Diakoniestationsleiterin Anette Brieden nach der Jahreshauptversammlung. (Foto: privat)

Stephanie Hübner, die erste Vorsitzende des Diakonievereins Berchtesgaden, hat die Jahreshauptversammlung eröffnet und über das Geschehen im vergangenen Jahr berichtet. Zu den Themen der Ausschusssitzungen zählte die Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und eines Hausmeisters, die Weiterbildung der Schwestern, die Renovierung des Bodens im Haus an der Aschauerweiherstraße, die Klärung der Fragen um die persönliche Haftung des Vorstandes sowie Fragen bei der Krankenhausvermeidungspflege. Hübner sprach außerdem über die anderen Mobilen Pflegedienste im Talkessel sowie von dem neu entstandenen Pflegedienst der Lebenswelt Insula. Da beide das Symbol der Diakonie verwenden, sei leider eine Verwechslung möglich. Unterschiedlich seien immerhin die Farben der verwendeten Autos.

Aus gesundheitlichen Gründen legte der zweite Vorsitzende, Stefan Gauer, sein Amt nieder. In einem Rückblick stellte er seine Hochachtung für die Arbeit der Pflegekräfte und der Verwaltung der Diakoniestation in den Mittelpunkt. Diese hätte ihre Selbstständigkeit erhalten können und stehe wirtschaftlich gut da. Seine Funktion als Diakoniebeauftragter im Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde wird Gauer behalten. Bereits Ende September wurde Reinhold Löffler satzungsgemäß in einer Ausschusssitzung zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Im Zuge der Jahreshauptversammlung stellte er sich vor und erzählte von seiner Arbeit als Lehrer an der Christophorusschule. 2015 ging er in Pension.

Die Leiterin der Diakoniestation Berchtesgaden, Anette Brieden, berichtete über das Ergebnis der letzten Prüfung durch den medizinischen Dienst. In allen vier Kriterien sowie in der Gesamtbewertung wurde die Diakoniestation Berchtesgaden mit der Note »sehr gut« beurteilt. Kriterien sind unter anderem die pflegerische Leistung, die Zufriedenheit der Patienten sowie das Vorhandensein eines Pflegevertrages, die Organisation der Einrichtung, die Pflegedokumentation, der Datenschutz und die Fortbildung der Mitarbeiter. Brieden berichtete auch über die geringe Fluktuation unter den angestellten Fachkräften.

Die Gesundheitsberaterin Andrea Austen demonstrierte auf der Jahreshauptversammlung die Möglichkeiten einer Thromboseprophylaxe. Dazu zählte sie unter anderem Beinbewegungsübungen, Atmen am offenen Fenster, selbstständiger Toilettengang anstatt der Benützung des Rollstuhles, das Ausstreichen der Venen und die Verwendung von Thrombosestrümpfen.

Es folgte der Kassenbericht von Rosel Imhof für den Diakonieverein, und die Vorstellung der Finanzen der Diakoniestation durch die Buchhalterin Daniela Friedl. Stefan Gauer schlug die Stiftung einer Ausbildungsstelle für Pflegekräfte vor. Durch die gute finanzielle Lage der Diakoniestation wäre dies möglich. Anschließend wurde die Vorstandschaft ohne Gegenstimme, bei einer Enthaltung entlastet. Luise Petry