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Wasserwirtschaftsamt, Gemeinde und Staatsforsten einig über Finanzierung

Ramsau – Die Seeklause am Hintersee muss erneuert werden. Darüber sind sich das Wasserwirtschaftsamt Traunstein, die Gemeinde Ramsau und die Bayerischen Staatsforsten einig. Gemeinsam wolle man anpacken, auch die Kosten sollen untereinander aufgeteilt werden, wie die Beteiligten nun in einer Pressemeldung bekannt gaben.

So hoch wie beim Unwetter soll der Hintersee im besten Fall nicht mehr ansteigen. Die Seeklause wird in den nächsten Monaten ausgebaut. Foto: Archiv/privat

Die Seeklause war beim Unwetter Anfang Juni kurz davor zu brechen. Der Schaden ist groß, mehrere Hunderttausend Euro, wissen beteiligte Experten. Provisorische Reparaturmaßnahmen sind bereits abgeschlossen, organisiert wurden sie vom Wasserwirtschaftsamt. Die Kosten für das Provisorium teilen sich das Wasserwirtschaftsamt Traunstein und die Bayerischen Staatsforsten je zur Hälfte. Erste Reparaturen hat es laut Pressemeldung auch bereits am Klausbach gegeben.

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Nachdem der finanzielle Aspekt bislang nicht geklärt war, hat man sich einigen können: »Inzwischen herrscht unter den Beteiligten Einigkeit, dass es sich bei der Herstellung der Hochwassersicherheit am Hintersee um eine gemeinschaftliche öffentliche Aufgabe handelt«, heißt es in der Mitteilung. Allerdings müsse noch die Bayerische Seenverwaltung, die für den See zuständig ist, ins Boot geholt werden.

Angedacht sei, die Planung für die Sanierungsmaßnahmen durch das Wasserwirtschaftsamt auf Basis hydrologischer Berechnungen zu erstellen. Diese würden bereits durchgeführt. Untersucht werden derzeit verschiedene Ausbauvarianten. So steht im Raum, die Seeklause mit oder ohne Bypass auszustatten, also zusätzlichen Seeabfluss bei Hochwasser zu garantieren - oder nicht.

Die Finanzierung sei in jedem Fall gesichert, darüber sind sich die Beteiligten weitestgehend einig. »Welcher Schlüssel bei der Kostenverteilung gilt, muss noch errechnet werden.« Keine Diskussionen soll es auf Kosten des Hochwasserschutzes geben. Ebenso werde die Sache nicht auf dem Rücken besorgter Ramsauer Bürger ausgetragen.

Mit den Baumaßnahmen könne nach der Festlegung »sofort begonnen werden«. Der stellvertretende Forstbetriebsleiter Peter Renoth äußerte sich dahin gehend, dass die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer der Seeklause zur Not für deren Ausbau in Vorleistung gehen würden. Ziel sei, die Sanierung möglichst in 2013 durchzuführen, wie Walter Raith, Leiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger« telefonisch bestätigte. Die Kosten könnten nachträglich unter den Beteiligten verteilt werden. »Wir wollen damit den Anliegern der Ramsauer Ache ihre Sorgen nehmen«, so Raith, Renoth und Bürgermeister Herbert Gschoßmann übereinstimmend. Kilian Pfeiffer