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Wanderin rutscht am Sonntagshorn in die Tiefe – Bergwacht Ruhpolding im Doppeleinsatz

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Foto: Bergwacht Ruhpolding
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Foto: Bergwacht Ruhpolding

Ruhpolding – Doppeleinsatz für die Bergwacht am Wochenende: Eine Frau erlitt bei einem Sturz am Sonntagshorn schwere Verletzungen und musste mit dem Helikopter ausgeflogen werden. Auch am Rauschberg musste eine erschöpfte Frau mit Schmerzen gerettet werden.


Aufgrund der großen Schneemengen des letzten Winters sind noch zahlreiche Schneefelder an den Nordflanken der Berge zu finden. Im Bereich des mittleren Kraxenbaches wurde dies einer 57-jährigen Frau zum Verhängnis. Sie rutschte auf dem nassen Fels aus und fiel rund zehn Meter in eine Randkluft.

In dem engen Raum zwischen Felswand und Schneefeld gestaltete sich die Versorgung der Schwerverletzten als äußerst anspruchsvoll für die Bergretter. Mit dem Rettungshubschrauber wurden ein Bergwachtnotarzt und drei Retter auf dem Schneefeld abgesetzt, die Patientin versorgt und mittels Bergetau ins Tag geflogen.

Aufgrund des wechselhaften Wetters und des schwierigen Geländes war nicht zu jedem Zeitpunkt klar, ob eine zügige Rettung mittels Hubschrauber möglich ist. Um im Falle eines Wettersturzes die Bergung der Verunglückten zu garantieren, machten sich zusätzliche Einsatzkräfte im Tal bereit. Eine weitere Person wurde bis auf den Steig begleitet und konnte anschließend selbstständig ins Tal absteigen.

Am späten Nachmittag des selben Tages musste die Bergwacht Ruhpolding noch eine erschöpfte Person mit starken Schmerzen in beiden Knien versorgen. Die Frau war mit ihren Begleitern über den Sackgraben vom Rauschberg abgestiegen. Im unteren Drittel des Weges konnte sich die Patientin kaum mehr auf den Beinen halten. Sie wurde vorsorgt, ins Tal transportiert und an den Landrettungsdienst übergeben.

An den Einsätzen waren der Rettungshubschrauber Christoph 14, ein Polizeibergführer sowie der Landrettungsdienst beteiligt. Die Bergwacht Ruhpolding bedankt sich für die gute Zusammenarbeit.

Einsatzbericht Bergwacht Ruhpolding