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Von der »Vergnügungssteuer« befreit

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Der neue Kirchenvorstand (v. l.): Martina Allmendinger, Irmela Leubner, Jeanette Leitner, Dr. Arne Everts, Roland Beier, Pfarrer Peter Schulz, Pfarrer Christian Gerstner, Ines Hintermayer, Rolf Bechtel, Lena Kurz und Dr. Klaus Frankenberger. (Foto: Meister)

Berchtesgaden – Im Rahmen eines Gottesdienstes in der evangelischen Christuskirche wurde am 1. Advent der neue Kirchenvorstand in sein Amt eingeführt. Es sind großteils die »alten Gesichter«, die den bis dahin amtierenden Vorstand auch in den nächsten sechs Jahren bilden werden.


Die scheidenden Kirchenvorsteher erhielten neben dem Dank für ihr Wirken ein Abschiedsgeschenk. Den neuen Amtsträgern riet Pfarrer Peter Schulz, sich nicht entmutigen zu lassen. Zwar bringe ihr künftiges Amt sicher auch Freude und Zufriedenheit mit, benötige allerdings auch vielfach einen langen Atem. »Für Ihr Amt werden Sie keine Vergnügungssteuer bezahlen müssen«, war er sich indes sicher.

»Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit«, sang die Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes. Durchaus als Zeichen für den neuen Kirchenvorstand deutbar. Am 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr, also auch ein guter Zeitpunkt, nicht nur nach »innerer Erneuerung«, zum inneren Frieden zurückzufinden, wie Pfarrer Peter Schulz betonte. Es gäbe vieles, das »uns die Ruhe raubt, das uns bewegt, das uns belastet«, sagte er. In der heutigen Zeit wolle jeder seine Schäfchen ins Trockene bringen, jeder vor allem sein Gärtchen bestellen. Der neue Kirchenvorstand habe, so Schulz, viel Arbeit vor sich und sei gewiss nicht vergnügungssteuerpflichtig. Im deutschen Norden verwende man die Bezeichnung Kirchengemeinderäte, die er selbst für aussagekräftiger halte, als das hier gebräuchliche Wort Kirchenvorstand. Neben einer hohen Verantwortung für Gottesdienstordnung, Gemeindeleben, den Erhalt der Gebäude und vieles mehr bereite diese Aufgabe auch viel Freude. Dessen war sich Pfarrer Peter Schulz sicher.

Eine Aufgabe des Gremiums sei die Ökonomie, ein äußerst wichtiges Kriterium, denn wer dies vernachlässige, habe letztlich weniger Mittel zur Gestaltung zur Verfügung. Nicht immer werde den Vertretern fröhlicher Wind entgegenwehen. Doch verdiene ihre Arbeit jederzeit Hochachtung. Deshalb bitte man auch den heiligen Geist, dem Dutzend Frauen und Männern Beistand zu geben, sie zu stärken und, wenn es nötig sein wird, zu trösten. »Wer dieses Amt annimmt, ist auf unsere Fürbitte und den heiligen Geist angewiesen.«

Dem neuen Kirchenvorstand gehören Martina Allmendinger, Irmela Leubner, Jeanette Leitner, Dr. Arne Everts, Roland Beier, Pfarrer Peter Schulz, Pfarrer Christian Gerstner, Ines Hintermayer, Rolf Bechtel, Lena Kurz und Dr. Klaus Frankenberger sowie Heike Winkler an. Verabschiedet aus dem Amt wurden an diesem Sonntagvormittag Wolfgang Sauer, Rainer Jung, Stefan Gauer sowie Ursula Schablowski. Dieter Meister