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Vom Schuhplattler bis zu Kommissar Maigret

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Trio zu Viert: Das Trio Zakk mit (von links) Heinrich Zapf, Anja Awiszus, Rainer Krüger und Markus Kugler. (Foto: Heel)

Einen so bunten wie kurzweiligen Mix aus alpenländischer Volksmusik, Musette-Walzer, Tango, Swing und Jazzigem präsentierte das aus vier Musikern bestehende Trio ZAKK bei seinem Auftritt in der Traunsteiner Kulturfabrik NUTS.


Als Frontmann der Gruppe agierte Heinrich Zapf, der nicht nur flott an der Klarinette aufspielte, sondern auch zu jedem der Stücke ein paar erklärende Worte parat hatte. Ihm zur Seite standen bzw. saßen Anja Awiszus am Akkordeon, Rainer Krüger an der Gitarre und Markus Kugler am Bass, drei ebenfalls erstklassige Instrumentalisten, die es verstanden, das Publikum durch ihr temperamentvolles Zusammenspiel durchgängig mitzureißen.

Eröffnet wurde das Konzert, bei dem auch viele Eigenkompositionen geboten wurden, mit einem Stück von Rainer Krüger, »Cool am Pool«, das in seiner lässigen Beschwingtheit die Wärme und Leichtigkeit des Sommers herauf beschwor. Auch das zweite Stück war eine Eigenkomposition, »3/4 in Blau«, ein Walzer mit Blues-Note, der allerdings ziemlich landlerisch geriet. Ein feines »Durcheinander« mit fließenden Übergängen, und ein pures Hörvergnügen. Mit dem Stück »Je me suis fait tout petit/Ich hab mich für dich klein gemacht« erinnerten die vier Musiker an die Chanson-Legende Georges Brassens, und bei ihrem »neuen, selbst komponierten Soundtrack« zu der unvergessenen TV-Serie »Kommissar Maigret« wähnte man sich in den Straßen von Paris. Wobei auch der Humor nicht zu kurz kam, als sich Heinrich Zapf nach einem Musette-Walzer eine Lederhose überstreifte und sich als Schuhplattler versuchte. Allerdings nicht im herkömmlichen Sinn, sondern z. B. entlang einer Tai Chi-Übung.

Sehr schön klang auch ihre von Anja Awiszus kunstvoll bearbeitete Melodie einer schottischen Volksweise, und mit dem fetzigen »Violentango« wandelten die vier Musiker auf den Spuren des Argentiniers Astor Pantaleon Piazzolla, dem Begründer des Nuevo Tango. Mit der Eigenkomposition »Cielo rojo« erzählte Rainer Krüger dann noch stimmungsvoll vom roten Himmel über dem nordspanischen Ort Cadaqués, wo auch Salvador Dali einen Teil seiner Kindheit verbracht hat, bevor sich das Konzert mit einem jazzigen Musette-Walzer, gefolgt von einer Polka, dem Ende zuneigte.

Eine Zugabe mit rumänischer Tanzbodenmusik rundete den mit kräftigem Applaus bedachten Auftritt ab. Wolfgang Schweiger