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Völlig erschöpft am Hochkalter

Die Ramsauer Bergwacht erhielt ursprünglich kurz nach 14.00 Uhr die Alarmierung, dass sich am Hochkalter auf rund 2 400 Metern Höhe ein verletztes Kind sowie eine Person mit Kreislaufschwäche befinden. Wegen des starken Nebels konnte der Rettungshubschrauber zunächst nicht anfliegen, sodass ein Bergwachtteam bis kurz vor die Blaueishütte gefahren ist und sich dann zu Fuß auf den weiteren Weg machte. Auch der Blaueiswirt machte sich unverzüglich nach der Alarmierung zu der Familie auf.

Kurze Zeit später konnte jedoch der Polizeihubschrauber »Edelweiß I«, welcher sich zufällig aufgrund einer anderen Suchaktion im Talkessel befand«, zwei Bergwachtmänner am »schönen Fleck« absetzen. Diese stiegen zur Familie auf, dabei stellte sich heraus, dass es sich weder um eine verletzte Person noch um eine Person mit Kreislaufschwäche handelte, sondern um ein völlig erschöpftes Kind. In einer riskanten Aktion - der Nebel verdichtete sich wieder - konnte die Besatzung des Rettungshubschraubers die Familie schließlich am Grat aufnehmen. Der Junge wurde anschließend in das Klinikum Traunstein geflogen.

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Insgesamt waren sieben Bergwachtmänner für rund viereinhalb Stunden im Einsatz. ci