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Kosten für Projekt zwischen Schleching und Kössen weitgehend förderfähig

Vision »Klobensteinschlucht« wird konkret

Schleching – Das war ein willkommenes Weihnachtsgeschenk für die Initiatoren der Vision »Klobensteinschlucht«. Die Bürgermeister von Schleching und Kössen sowie der Obmann des TVB Kaiserwinkel gaben nun bekannt, dass die Förderungen des Projekts bewilligt wurden.

Gerd Erharter (von links), Obmann des TVB Kaiserwinkel, Schlechings stellvertretende Bürgermeisterin Elfie Bachmann und Kössens Bürgermeister Reinhold Flörl hatte gute Nachrichten: Die Vision »Klobensteinschlucht« wird konkret. (Foto: Wunderlich)

Die Gemeinden Schleching und Kössen gemeinsam mit dem TVB Kaiserwinkel beschlossen, die Klobensteinschlucht und den bestehenden Schmugglerweg aufzuwerten und eine überregional bedeutsame, wandertouristische Infrastruktur zu schaffen.

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Die Wegführung auf Tiroler Seite entspricht jener des derzeitigen Schmugglerwegs, auf bayerischer Seite verläuft der Weg künftig näher an der Tiroler Ache. Zugänge zum Fluss mit Rastplätzen können das Gewässer für die Wanderer besser erlebbar machen. Ein geplanter Panoramasteg, eine Aussichtsplattform und eine zweite Hängebrücke im Bereich des Entenlochs sollen spektakuläre Einblicke in die Klobensteinschlucht für Jung und Alt bieten.

Gerd Erharter, Obmann des TVB Kaiserwinkel, erinnerte sich, dass bereits vor vier Jahren zu diesem grenzüberschreitenden Projekt des »Schmugglerwegs« die ersten Ideen geflossen sind und in den vergangenen zwei Jahre intensiv an der Umsetzung gearbeitet wurde. Er freute sich, jetzt an der Schwelle zur Umsetzung zu stehen. Elfie Bachmann (Vizebürgermeisterin in Schleching) erinnerte an den Auslöser der Aktion, das »Hochwasser der Ache« im Jahr 2013. Gemeinsam sah man in der Ache kein trennendes, sondern ein verbindendes Element. Sie berichtete von den komplizierteren Planungen auf bayerischer Seite, da die Ache im Naturschutzgebiet liegt und die Umsetzungsmöglichkeiten sich eher restriktiv gestalteten. Aber durch die Möglichkeit der Reaktivierung alter Steige und neue Zugänge näher an die Ache wurden interessante Wege für die Wanderer gefunden.

Kössens Bürgermeister Reinhold Flörl zeigte sich ebenfalls begeistert von der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, besonders auch von der kompetenten Begleitung der Mitarbeiter von Leader und Interreg und von Verena Hohenwarter von Revital für Integrative Naturraumplanung.

Die Frage nach den Gesamtkosten wurde mit etwa 1,3 Millionen Euro beziffert, wobei die Förderungen von Interreg mit 75 Prozent, von Leader mit 70 Prozent und vom Tiroler Landschaftsdienst mit 50 Prozent betragen werden. Die dann verbleibende Summe wird auf alle drei Partner zu gleichen Teilen verteilt. Der Zeitplan der Umsetzung ist mit drei Jahren für das Gesamtprojekt angesetzt.

Als Erstes werden die Ausschreibungen und das Projektmanagement starten. Da verschiedene Fördertöpfe greifen, wird das Projekt auf mehrere Teilbereiche aufgeteilt. Begonnen werden soll jeweils an den Startpunkten in Schleching und in Kössen, sagte Gerd Erharter. Auch die Busverbindung zwischen Start und Ziel soll verbessert werden in einem nächsten Schritt. wun