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Viermal um die ganze Welt

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Berchtesgaden: Rekordzahlen beim Kehlsteinabschied im "Allweglehen" – Viermal um die ganze Welt
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Grund zum Feiern hatte die »Kehlsteinfamilie« reichlich (v.l.): Shaip Bytyqi, Fahrdienstleiter Johann Hinterbrandner, Andreas Ruhland, Niederlassungsleiter Andreas Datz, Kehlstein-Betriebsleiter Hans Kogler, Markus Winkler, TRBK-Chef Franz Rasp, Kassiererin Sonja Pohnert, RVO-Buschef Stefan Kühn, Georg Winkler, Bernhard Schübel und TRBK-Geschäftsführer Michael Wendl. (Fotos: privat)

Berchtesgaden – Karel Gott sang seinerzeit seinen Wunsch hinaus: Einmal um die ganze Welt wollte er. Ob er das geschafft hat, ist nicht bekannt. Die Busfahrer der RVO-Kehlsteinlinie übertrumpften die Vorgabe gewaltig. Ihre Fahrtkilometer zwischen Anfang Juni und Anfang November zusammengezählt ergeben einen Wert, der gleich vier Umrundungen der Erdkugel entspricht.


Der traditionelle Kehlsteinabschied am Ende einer unfallfreien Saison fand diesmal im »Allweglehen« statt und brachte viele weitere interessante Informationen dieser Art. Der Höhepunkt war die Ehrung der Busfahrer, denen ein »runder Tausender« gelang. Herausragend dabei die Leistung von Jakob Datzmann, der seine 13.000. Fahrt absolvierte. Noch wird er allerdings überragt vom »Kehlsteinkönig« Georg Winkler, dem nun schon mehr als 17.000 unfallfreie Fahrten auf den Kehlstein gelangen.

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Franz Rasp, Verbandsvorsitzender der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee, und der RVO-Geschäftsführer und Vorsitzende der Regionalleitung, Stefan Kühn, lobten vor allen Dingen den Zusammenhalt der sogenannten »Kehlsteinfamilie«, die sich in diesem Jahr besonderen Herausforderungen stellen musste. Diese wurden aber in guter Zusammenarbeit zwischen RVO und TRBK gemeistert. Immense Schneefälle ließen die geplante Kehlsteineröffnung nach hinten rücken. So spät wie noch nie, am 8. Juni, fand die erste Fahrt statt. Der Schlusspunkt wurde nach 147 Betriebstagen am 3. November gesetzt.

Beeindruckende Zahlen »würzten« den Abend in besonderer Weise: 11 956 Auffahrten insgesamt waren das Saisonfazit, dabei wurden 167.384 Kilometer zurückgelegt, was etwa vier Erdumrundungen entspricht, informierte Niederlassungsleiter Andreas Datz. Stolz konnte er auch verkünden, dass seit Beginn der ersten Kehlsteinsaison im Jahre 1952 mittlerweile 16,4 Millionen Fahrgäste zum »Eagles-Nest« befördert wurden.

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Ein Präsent erhielt das Pächterehepaar Sabine und Norbert Eder, das seit 30 Jahren für die Gastronomie im Kehlsteinhaus verantwortlich ist. Gratulanten waren unter anderem TRBK-Verbandsvorsitzender Franz Rasp (l.) und TRBK-Geschäftsführer Michael Wendl (r.) sowie Niederlassungsleiter Andreas Datz (hinten l.) und RVO-Buschef Stefan Kühn.

Für eine Fahrt müssen die Gäste ihr Fahrgeld vorab beim Kassenpersonal bezahlen. Betriebsleiter Andreas Datz lobte weiters nicht nur die Zuverlässigkeit, sondern auch die Leistungsbereitschaft der Kassiererinnen, die »nebenbei« eine »Unzahl« von Fragen des teils schlecht unterrichteten Publikums beantworteten. Wenn der Mensch gut zwei Wörter pro Sekunde sprechen kann, komme am Ende der Saison, merkte Andreas Datz launig an, ein Umfang von rund 17 Millionen Wörtern heraus, der vom Personal an den Fahrgast gerichtet wurde.

Auch die Fahrdienstleiter, die wie in jedem Jahr den Betriebsablauf mit Umsicht und Engagement organisieren mussten, erhielten ein Lob des Niederlassungsleiters. Vergessen wollte er bei aller berechtigten Würdigung für die Kehlstein-Busfahrer auch die Kollegen nicht, die täglich die anderen Linien bedienen und immerhin im Jahr rund 1,5 Millionen Kilometer zurücklegen, um ihre Passagiere sicher und pünktlich zum Ziel zu bringen.

Wie stets wurden auch nach Ende der 43. Kehlsteinsaison der RVO die Fahrer geehrt, die einen neuen »Tausender« unfallfrei auf den Berg und wieder abwärts gebracht hatten. Offensichtlich noch nicht zum Abdanken bereit ist der »Kehlsteinkönig« Georg Winkler, der seinen persönlichen und zugleich absoluten Rekord wieder steigern konnte. In dieser Saison absolvierte er seine 17.000. Fahrt. Dafür erhielt er aus den Händen von RVO-Buschef Stefan Kühn sowie Niederlassungsleiter Andreas Datz eine besondere Ehrenurkunde und ein persönliches Geschenk.

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Einen Fabelrekord stellte der »Kehlsteinkönig« Georg Winkler (M.) auf. 17 000 unfallfreie Fahrten auf den Kehlstein absolvierte er. Mit ihm freuen sich Niederlassungsleiter Andreas Datz (l.) und RVO-Buschef Stefan Kühn.

Eine Urkunde und ein Geschenk gab es aber auch für die »Verfolger« des Königs, denn auch die 13.000 Fahrten von Jakob Datzmann beziehungsweise die Leistungen von Bernhard Schübel und Gottfried Köppl, die nun 11.000 Fahren auf dem Konto haben, und die neue Bestmarke von Ernst Angerer, der 10.000 Mal auf den Kehlstein fuhr, sind imposant. Die »kleinen« Bestmarken stellten saisonal aber andere auf. Dietmar Lechner beispielsweise stellte die Monatsbestleistung 2019 auf. 172 Auffahrten konnte er verbuchen. Und Markus Winkler, Sohn des »Kehlsteinkönigs«, fuhr am häufigsten in dieser Saison bergauf und bergab: 660 Mal war er im Einsatz.

Eine weitere besondere Ehrung gab es zum Abschluss: Gratulationen erhielt das Pächterehepaar Sabine und Norbert Eder, das seit 30 Jahren die Gastronomie im Kehlsteinhaus führt.

Ausgezeichnete Busfahrer

Georg Winkler: 17.000 Fahrten

Jakob Datzmann: 13.000

Gottfried Köppl: 11.000

Bernhard Schübel: 11.000

Ernst Angerer: 10.000

Richard Koller: 8000

Peter Stempfl: 5000

Helmut Neukamp: 5000

Markus Winkler: 4000

Manfred Roßbach: 3000

Senad Mehmedovic: 2000

Andreas Ruhland: 2000

Franz Golnar: 1000

Shaip Bytyqi: 1000

Dieter Meister

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