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Vier rettende Tore

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Mit vier Toren siegte der TSV gegen den Tabellenführer ASV Piding. (Foto: Wechslinger)

Im Heimspiel besiegte die Berchtesgadener Mannschaft am Freitag den ASV Piding mit 4:2. Rund 100 Zuschauer fieberten auf der Breitwiese mit den Spielern. Für Berchtesgadens Trainer Richard Hartmann war das Spiel sensationell. Die jungen Spieler aus Piding, die mit fünf Punkten Vorsprung die Tabelle anführen, haben ihre Gegner aus Berchtesgaden wohl unterschätzt.


Der ASV geriet schon im ersten Abschnitt mit 0:3 in Rückstand. Als Piding dann noch einmal heranzukommen schien, versagte der insgesamt sehr gut leitende Schiedsrichter Stefan Frisch vom TSV Tengling dem Tabellenführer einen Elfmeter. Das Hauptindiz für den Berchtesgadener Sieg war jedoch die unglaubliche Einstellung aller Akteure, die diesen Sieg ganz einfach wollten.

Die Pidinger zeigten zunächst ein sehenswertes Kurzpassspiel, dem die Berchtesgadener erst einmal hinterher liefen. Doch das Pidinger Vorhaben mit einem schnellen Treffer Ruhe und Sicherheit in die eigenen Reihen zu bringen, ging nicht auf, denn die tief stehende Berchtesgadener Abwehr agierte von der ersten bis zur letzten Minute mit größtem Einsatz. Die Berchtesgadener Taktik war danach ausgerichtet mit schnellen Kontern zum Torerfolg zu kommen.

Eine erste Möglichkeit für Piding

Dennoch kam der Gast in der siebten Minute zu einer ersten Möglichkeit durch den spielstarken Mannschaftskapitän Hans Freimanner. In der 12. Spielminute setzte Berchtesgaden dann das erste Ausrufezeichen, als ein schneller Konter große Gefahr für die Pidinger Abwehr heraufbeschwor, die gerade noch klären konnte. Drei Minuten später waren in einem Match, das hin und her wogte, schon wieder die Gäste am Zug. Der ehemalige Bezirksligaspieler des FC Bischofswiesen, Peter Freimanner, setzte sich vehement durch, scheiterte jedoch am Berchtesgadener Torhüter Stefan Schach, der im Nachfassen die brenzlige Situation entschärfte.

Nur zwei Minuten später glückte Berchtesgaden die Führung, als Andreas Hartmann einen seiner bekannt weiten Einwürfe auf der »Schmalwiese« in den »Fünfer« warf. Dort waren sich die hoch aufgeschossenen Pidinger Abwehrspieler nicht einig und Routinier Christian Lindner stand goldrichtig. Wenngleich die Pidinger sofort wieder zu Gegenangriffen übergegangen sind, war vor allem bei den jungen Spielern eine gewisse Unsicherheit zu erkennen. Pidings Offensive fand auch in der Folge keine Mittel die TSV-Abwehr zu knacken. Der Beste Michael Unterreiner versuchte alles und so wurde das Spiel des TSV Berchtesgaden immer sicherer. Dennoch kam Piding in der 20. Minute zu einer dritten Möglichkeit.

Nach einem der raffinierten Freistöße von Peter Freimanner vergab der aufgerückte Verteidiger Georg Wieser eine Riesenmöglichkeit, als er das Spielgerät knapp über die Querlatte beförderte. Die nächste Situation sah aber schon wieder Berchtesgaden im Vorteil. Der rechte Außenverteidiger Ahmed Alo, der ein gutes Spiel zeigte, zog aus 30 Metern einfach mal ab und zwang Schlussmann Tobias Scholze zu einer Glanztat, als dieser die Kugel gerade noch über die Latte lenkte. Wenig später scheiterte Tsvyatko Petkov am Torpfosten.

Nachdem eine Pidinger Chance verpufft war, folgte ein sehenswerter Konter des TSV, den Torjäger Stefan Sontheimer mit einem wahren Strich aus gut und gerne 25 Metern diagonal und unerreichbar für den Torhüter in die Kreuzecke hämmerte. 2:0 für den TSV Berchtesgaden nach gut einer halben Stunde. Jetzt wurde das Pidinger Spiel noch zerfahrener, diesen Rückstand hätte der Tabellenführer nicht erwartet. Während Piding immer mehr wackelte, wurden Berchtesgadens Aktionen zwingender. So setzte sich der Torreigen in der 37. Minute mit dem 3:0 durch Petkov fort. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken wurde das Spiel des TSV Berchtesgaden immer sicherer, während Piding im ersten Durchgang zu keinen geordneten Aktionen mehr fand.

Piding bäumt sich auf

In der zweiten Hälfte hielt Berchtesgaden relativ sicher den klaren Vorsprung, alle Pidinger Versuche, noch einmal heran zu kommen, scheiterten zunächst. Doch in der 72. Minute änderte sich das Bild, als die Berchtesgadener Abwehr in Unordnung geriet. Peter Freimanner nützte dies zum 3:1 und nur zwei Minuten später brachte Hubert Bichlmaier seine Mannschaft mit dem 3:2-Anschlusstreffer zurück ins Match. Jetzt wackelte die zuvor so sichere TSV-Abwehr und das Spiel drohte zu kippen. Erst recht, als Peter Freimanner elfmeterreif gefoult wurde, die Pfeife des Schiedsrichters jedoch stumm blieb. In der Nachspielzeit krönte Petkov seine Leistung mit dem 4:2. Rechnerisch ist der TSV Berchtesgaden trotz des Sieges aber noch nicht gesichert.

TSV Berchtesgaden: Stefan Schach; Ahmed Alo, Christoph Heindl, Marek Brazina, Florian Popp, Tobias Botzenhard, Tsvyatko Petkov (Tobias Huber), Christian Lindner, Andreas Hartmann, Christian Winkler, Stefan Sontheimer. Christian Wechslinger