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Viel Spaß und fantastische Musik

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Endlich wieder auf einer Bühne: Funic im Siegsdorfer Café Weinmüller. (Foto: Kewitsch)

Staade Zeit – Weihnachtszeit. Auch wenn Andreas Pagel, Leadsänger der Formation Funic, immer wieder betonte, dass das Konzert zum Jahresausklang im Siegsdorfer Café Weinmüller ein eher ruhiges, ja »staades Unplugged-Konzert« werden sollte – so ganz konnten sich die Funic-Mannen nicht an die von ihnen selbst gesetzten Dezibel-Grenzen halten. Das spielte letztlich aber auch keine Rolle – das Publikum wollte mehr, und es bekam mehr.


Im Vorprogramm gab die Band Empty Sea«aus Bergen ein Gastspiel, und es gelang den jungen Herren recht schnell, das voll besetzte Weinmüller aus der Reserve zu locken. Der abschließende Wunsch nach einer Zugabe wurde daher schnell erfüllt. Ein Bandname, der in Zukunft öfter auftauchen könnte.

Nach fast einjähriger Verschnaufpause ohne Live-Auftritte haben Andreas Pagel und seine Jungs die kreative Zeit genutzt und neue Songs für ein neues Album geschrieben. Es erscheint im ersten Halbjahr 2013 und beinhaltet ein paar akustische Juwelen – das Café Weinmüller war als Premiere- Ort ein gute Wahl. Nach dieser Durststrecke, so verrät Andi Pagel, »hat es uns mächtig gefreut, endlich mal wieder auf der Bühne zu stehen und ein bisschen Live-Atmosphäre zu schnuppern. Gemütliche X-Mas-Unplugged-Session im Wohnzimmer vom Reiter Hans. Sensationell!« Unplugged? Naja. Andreas Pagel (Gesang, Gitarre), Matte Eicher (Gitarre), David Perchermeier (Drums) und Georg Prochnow (Bass und Gesang) boten perfekten Sound, der gegen Ende des langen Abends etwas laut zu werden drohte. Highlights waren die bekannten Gassenhauer aus dem ersten Album »New Horizons« der Band: »Golddigger« sowie »Change« und der Song »Who is«. Aber auch die neu eingespielten Lieder »Daydream« und »Not that Kind« (mit Gastsängerin Carina Conzelmann) konnten begeistern und den Raum in Wallung bringen.

Als schließlich die Band vor lauter Begeisterung freiwillig einige Zugaben (Coldplays »Paradise«, »Sex on Fire« von den Kings of Leon und »Bittersweet Symphonie« von The Verve mit Gastgeiger Stefan Theurer) aus dem Hut zauberte, war einmal mehr klar: wenn schon Konzertabend nach kreativer Schaffenspause, dann auch richtig. Es dauerte nur wenige Stunden als sich das begeisterte Echo im World Wide Web ausbreitete (vornehmlich Facebook) und die Fans schon ihrer Ungeduld auf die »Stromversion«, das heißt dann wohl die wirklich laute Variante, Ausdruck verliehen. Bis dahin ist die »staade Zeit« aber längst vorbei. Udo Kewitsch