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Viel Leben im alten Gemäuer

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Sängerin Brita Halder und die Achental Swing Big Band begeisterten im Klaushäusl. (Foto: Wunderlich)

Der Hausherr des Technikmuseums Klaushäusl bei Grassau, Stefan Kattari, freute sich über die schon traditionelle Veranstaltung der »Achental Swing Big Band« in dem Industriedenkmal. »Das bringt Leben in das alte Gemäuer« meinte er zur Begrüßung der vielen Gäste und der Band.


Schon schickten die 15 Bandmitglieder mit dem ersten Stück »Amore per te« »Liebes«-Töne ins alte Gebälk und spätestens beim zweiten Stück, das dem Zuhörer bekannt vorkam und an Bob Marley erinnerte, sprang auch schon der Funke von der Band zum Publikum über, was sich in wippenden Füßen und beweglichen Oberkörpern zeigte. Durch das Nachmittagsprogramm führte Jürgen Schmid am Piano und kündigte an, dass die Zuhörer in der Hauptsache Stücke hören, die von Alois Münch aus Grassau komponiert oder arrangiert wurden. Humorvoll verkündete er, dass die Band ganz stolz ist, einen »Hof-Komponisten« zu haben und noch dazu einen Einheimischen, ganz nach dem Motto »Lieber regional – nicht nur beim Essen«.

Der Bandleader Semir Jakic war diesmal in der letzten Reihe zu finden. Aufgrund eines Engpasses bei den Instrumenten übernahm er eine Trompete. »Schließlich kann er jedes Instrument spielen« klärte Schmid auf. Auf den Beginn der musikalischen Einsätze stimmte Horst Lehnert seine Kollegen am Schlagzeug ein, das Ende markierte Daniela Küfner durch Aufstehen, es funktionierte wunderbar.

Höhepunkte der Veranstaltung waren die Auftritte der Sängerin Brita Halder, die die Gäste mit ihrer Stimme, aber auch Witz, Gestik und Ausstrahlung in ihren Bann zog. Kein Wunder, ist Brita Halder doch klassische Sopranistin, singt und tanzt in Musicals wie »Phantom der Oper« oder in ihrer Lieblingsrolle »Elisabeth«. Auch im Duett mit Jürgen Schmid beim »Girl from Ipanema« überzeugten beide.

Passend zu dem Stück »Die Erde bebt« fand Schmid, dass der Alois Münch vielleicht ein bisschen »dick aufgetragen« habe, wurde jedoch eines Besseren belehrt, als draußen beim Gewitter lauter Donner grollte. Das Publikum saß gemütlich bei Kaffee und Kuchen und genoss sichtlich die Klänge der Trompeten, Saxofone, Posaunen, Bass, Piano und Schlagzeug mit den bekannten Melodien der Welthits des Swing.

Ein spektakuläres Finale für Ohr und Auge wurde mit dem über 40 Jahre alten Song »New York – New York« von Brita Halder und der »Achental Swing Big Band« geboten. Der Komponist des Nachmittags, Alois Münch, wurde zum Abschluss auf die Bühne geholt und natürlich kam die Band nicht ohne Zugaben davon, reicher Applaus belohnte die Musiker. Sybilla Wunderlich