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Viel Krampf zum Start: DEB-Team zittert sich zum Sieg

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Auftaktsieg
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Deutschlands Torhüter Mathias Niederberger freut sich über den Auftaktsieg bei der WM. Foto: Monika Skolimowska Foto: dpa
DEB-Coach
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Toni Söderholm ist der Cheftrainer des DEB-Teams. Foto: Monika Skolimowska Foto: dpa
Zweikampf
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Deutschlands Leon Draisaitl (r) und Großbritanniens Jonathan Phillips kämpfen um den Puck. Foto: Monika Skolimowska Foto: dpa

Der WM-Auftakt lief noch nicht wie erhofft. Nur mit erheblich Mühe hat das deutsche Eishockey-Nationalteam sein erstes Vorrundenspiel gegen den großen Außenseiter Großbritannien gewonnen. Am Sonntag wird sich auch NHL-Star Leon Draisaitl steigern müssen.


Kosice (dpa) - Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat sich zu einem WM-Auftaktsieg gegen Großbritannien gezittert.

Ein Doppelschlag von Yasin Ehliz (51. Minute) und NHL-Topstürmer Leon Draisaitl (53.) bewahrte die Auswahl des neuen Bundestrainers Toni Söderholm beim 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) gegen den großen Außenseiter vor einem Fehlstart bei dessen WM-Debüt. In seinem ersten WM-Spiel hatte der erst 18 Jahre alte Mannheimer Moritz Seider (40. Minute) Deutschland in Kosice in Führung geschossen. Diese wurde aber von Mike Hammond im Schlussdrittel zunächst noch ausgeglichen.

»Für uns war das ein wichtiger Drei-Punkte-Sieg - auch fürs Selbstvertrauen«, bilanzierte NHL-Verteidiger Korbinian Holzer und blickte auf das zweite Gruppenspiel am Sonntag (16.15 Uhr/Sport1 und DAZN) gegen Dänemark voraus: »Das wird noch mal härter.«

Die Dänen mühten sich zum Auftakt zu einem 5:4 (2:1, 1:3, 1:0) nach Penaltyschießen. Vor allem die deutschen Leistungsträger werden sich deutlich steigern müssen. Draisaitl spielte vor 6866 Zuschauern trotz seines Tors gegen die Briten lange unglücklich und patzte vor dem Ausgleich entscheidend.

Dadurch war gegen den WM-Exoten harte Arbeit gefragt. Der Olympiasieger von 1936, der nach zuletzt zwei Aufstiegen erstmals seit 25 Jahren wieder bei einer A-WM dabei ist, kämpfte leidenschaftlich und hatte in Ben Bowns aus Cardiff einen sicheren Rückhalt im Tor. Durch die hölzerne und stark limitierte Spielweise der lange Zeit im Welt-Eishockey drittklassigen Briten spielte Deutschland von Beginn an fast permanent im Angriffsdrittel, agierte aber zu umständlich und tat sich sehr schwer.

Viele Pässe brachte Deutschland nicht an den Mann und etliche Schüsse musste Bowns gar nicht erst entschärfen, da sie am Tor vorbei flogen. Zum Ende des ersten Drittels bescherte zudem ein grober Fehler von NHL-Verteidiger Korbinian Holzer dem deutschen Team einen Riesen-Schreck: Die Briten hatten durch Evan Mosey die beste Chance des Spiels bis dahin, die Mathias Niederberger im deutschen Tor indes entschärfte. Der Keeper der Düsseldorfer EG hatte zum Auftakt von Söderholm den Vorzug vor Nürnbergs Niklas Treutle bekommen.

NHL-Goalie Philipp Grubauer soll nach dem Playoff-Aus mit Colorado erst am Sonntag kurz vor dem zweiten deutschen Spiel gegen Dänemark in Kosice ankommen und am Montag erstmals trainieren. Schwenningens Dustin Strahlmeier muss als nun überzähliger Torhüter abreisen. Zudem lizenzierte Söderholm zunächst auch die Stürmer Marc Michaelis und Stefan Loibl nicht und verzichtete in der Abwehr auf Olympia-Silbergewinner Jonas Müller.

»Es war uns von Anfang an klar, dass Großbritannien um sein Leben spielen wird«, sagte Michaelis am Rande des Spiels bei Sport1. Und damit kamen die deutschen Spieler und ihre Nerven immer schlechter zurecht. Immer fahriger fuhren die Deutschen über das Eis, das Zusammenspiel klappte immer schlechter. Söderholm stellte die Reihen um und ließ die NHL-Stürmer Draisaitl und Dominik Kahun zusammen spielen: Prompt fiel das scheinbar erlösende Führungstor von Seider.

Die Fehler im deutschen Spiel aber blieben eklatant. Ausgerechnet Draisaitl patzte vor dem Ausgleich durch Hammond übel, beruhigte die Nerven aber zehn Minuten später durch sein Tor zum 3:1, nachdem Ehliz das überlegene deutsche Team wieder in Führung gebracht hatte.

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