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Vermisstensuche mit tödlichem Ende, Kleinkind mit Atemnot: Vier Einsätze für Wasserwacht

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Freilassing: Vermisstensuche mit tödlichem Ende, Kleinkind mit Atemnot: Vier Einsätze für Wasserwacht | Königssee
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Foto: Leitner, BRK BGL

Schönau am Königssee/Freilassing – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht waren am Samstag bei insgesamt vier Einsätzen an der Salzach und am Königssee gefordert.

Los ging es für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht gegen 11.10 Uhr mit einem Bootseinsatz nach Salet: Dorthin hatten die Bergwacht Berchtesgaden und „Christoph 14“ eine psychisch blockierte 52-jährige Wanderin von der Wasseralm in der Röth ausgeflogen. Die Wasserwacht übernahm die Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen und fuhr sie zusammen mit ihren Angehörigen mit dem Rettungsboot zur Seelände zurück.

Tote Person aus der Salzach geborgen

Um 12 Uhr folgte eine große Vermisstensuche auf der Salzach zwischen Freilassing und Laufen. Nach ersten Angaben hatte ein Passant bereits am Vormittag einen stehengelassenen Gewagen am Flussufer bei Freilassing gefunden und einen Notruf abgesetzt. „Christoph 14“ flog direkt vom Einsatz am Königssee aus an und konnte eine leblose Person an einem Stein im Fluss auf Höhe von Pendelhagen sichten, die dann sofort von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Freilassing ans Ufer gebracht wurde.

Der Landrettungsdienst des Freilassinger Roten Kreuzes und die Besatzung von „Christoph 14“ versuchten noch, die Person wiederzubeleben – leider ohne Erfolg. Im Einsatz waren darüber hinaus mit mehreren Booten zur Suche zwischen Laufen und Freilassing die Schnell-Einsatz-Gruppen der Wasserwacht aus Bad Reichenhall, Freilassing und Laufen, die örtlichen Feuerwehren aus Freilassing, Saaldorf und Laufen, der Einsatzleiter Wasserrettung, der Einsatzleiter Rettungsdienst und die Kreisbrandinspektion. Die Freilassinger Polizei und die Kripo ermitteln jetzt die Hintergründe des Todesfalls.

Fotos von den Einsätzen am Samstag:

Dreijähriges Kind mit Atemproblemen

Am Sonntagnachmittag kurz nach 17.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein die Berchtesgadener Wasserretter erneut: ein dreijähriges Kind aus München litt in Salet unter Atembeschwerden. Zusammen mit einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes aus Bad Reichenhall fuhren die Wasserretter mit dem Motorrettungsboot nach Salet. Dort wurde der kleine Patient gemeinsam versorgt und mit den Eltern zurück zur Seelände gebracht und dann von den Eltern mit nach Hause genommen.

Während der Rückfahrt zur Seelände wurden die ehrenamtlichen Wasserretter über einen weiteren Einsatz informiert: ein 55-jähriger Bergsteiger aus Baden-Württemberg war in Sankt Bartholomä unglücklich gestürzt und hatte sich dabei an den Rippen verletzt. Die Sanitäter der Wasserwacht versorgten den Patienten, transportierten ihn zusammen mit seiner Frau per Boot nach Königssee zurück und übergaben ihn dann an die Rettungswagen-Besatzung aus Bad Reichenhall, die noch vom vorherigen Einsatz an der Seelände war und den Mann dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

red/BRK BGL