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Vergewaltigungsfall auf dem Rosenheimer Herbstfest: Es war doch keine Straftat

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Foto: Symbolbild, dpa/Peter Endig

Rosenheim – Nach umfangreichen Ermittlungen zu einem angeblichen sexuellen Übergriff nach einem Besuch auf dem Rosenheimer Herbstfest auf eine junge Frau steht fest: Es war keine Vergewaltigung. Das gab die Polizei am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. Details, was tatsächlich in der Nacht des 8. September 2019 passiert ist, wollen die Ermittler nicht veröffentlichen.


Das mutmaßliche Opfer war am Sonntag, den 8. September vergangenen Jahres, in den frühen Morgenstunden von einem Zeugen in der Rosenheimer Innenstadt angetroffen worden. Nach den Aussagen der 21-Jährigen und den damals vorliegendne Umständen ging die Polizei davon aus, dass die Frau auf dem Nachhauseweg vom Herbstfest im Riedergarten von einem Mann angegriffen, zu Boden gedrückt und vergewaltigt wurde.

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Wochenlang suchte die Kripo nach Zeugen, es gab auch mehrere Aufrufe mit Täterbeschreibungen in den Medien.

Da »aufgrund der ersten Einlassungen der Frau von einer erheblichen Sexualstraftat ausgegangen werden musste, wurde bei der Kripo Rosenheim die Ermittlungsgruppe „Park“ mit bis zu neun Mitarbeitern eingerichtet«, so die Polizei in ihren Angaben vom Dienstag. Zur Auswertung der immens hohen Menge an Datenmaterial aus der Videoüberwachung in der Rosenheimer Innenstadt wurde die Ermittler zeitweise von bis zu 16 weiteren Mitarbeitern der Kripo Rosenheim und umliegender Polizeidienststellen unterstützt.

Zudem wurden rund 120 Personen befragt, die sich damals als Betreiber oder deren Mitarbeiter von Fahrgeschäften, Imbissbuden, Schaustellern und anderen Gewerbetreibenden des Herbstfestes in Rosenheim aufhielten. Die Beamten hatten dabei auch die Personalien der Herbstfest-Angestellten aufgenommen.

Die Ermittlungen führten, wie nun bekannt wurde, schließlich zu einem jungen Mann aus dem Landkreis Rosenheim, der zunächst unter dringendem Tatverdacht stand.

Nachdem alle Informationen aus den intensiven, langwierigen Vernehmungen mit den gesicherten Spuren abgeglichen wurden, stellte sich heraus, dass bei dem »Geschehen in der Nacht vom 8. September 2019 in der Rosenheimer Innenstadt nicht von einer strafbaren Handlung zum Nachteil der Frau auszugehen ist«, so die Polizeiangaben.

Daher hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren nach »sehr zeit- und personalintensive Ermittlungen« mittlerweile eingestellt. Darüber hinaus weisen die Beamten darauf hin, dass es der Ermittlungsgruppe in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft gelungen ist, die tatsächlich stattgefundenen Geschehnisse in jener Nacht aufzuklären. Weitere Angaben will die Polizei aus Gründen der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen nicht machen.

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