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Verdichtung in Siedlungsgebieten

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An der Mehringer Straße sollen zwei neue Einfamilienhäuser entstehen. (Foto: Konnert)

Teisendorf – In Teisendorf soll in zwei Siedlungsgebieten weiterer Wohnraum durch Nachverdichtung geschaffen werden. Der Bau-ausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung die Stellungnahmen von Behörden zu den Bebauungsplänen behandelt. Außerdem wurde für eine Bauvoranfrage im Außenbereich das gemeindliche Einvernehmen hergestellt.


Im Bebauungsplan »Teisendorf-Nordwest« sollen auf einem unbebauten Grundstück am Mehringer Weg zwei frei stehende Einfamilienhäuser gebaut werden. Während der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans gab es keine Anmerkungen und Wünsche der Öffentlichkeit dazu. Von den Stellungnahmen einiger Behörden nahm der Bauausschuss Kenntnis, erachtete aber eine Überarbeitung der Planung als nicht mehr erforderlich. Daher wurde die 5. Änderung dieses Bebauungsplans als Satzung beschlossen und die Verwaltung beauftragt, das Verfahren fortzuführen.

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Im Baugebiet »Ufering-Linden« an der Höglstraße sollen die Baugrenzen des Bebauungsplans erweitert werden, um für alle Bauplätze eine Nachverdichtung zu ermöglichen. Die im Zuge der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen von Behörden führten dazu, dass der Bauausschuss die Überarbeitung und Ergänzung der Planung beschlossen hat.

So verlangt zum Beispiel das Landratsamt aufgrund der Nähe des Gebiets zur Bahnstrecke München-Freilassing ein schalltechnisches Gutachten. Es wird befürchtet, dass nachts der Lärmpegel zu hoch sein könnte und Schalldämmung für Schlafräume notwendig werden könnte. Der Bauausschuss hat beschlossen, das Gutachten in Auftrag zu geben.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat darauf hingewiesen, dass in dem Bereich des Bebauungsplans eine alte römische Straße verlaufen ist, die als Bodendenkmal gilt. Daher muss im Bebauungsplan darauf hingewiesen werden, dass in dem Bereich für Bodeneingriffe jeglicher Art eine denkmalrechtliche Erlaubnis notwendig ist, die in einem eigenständigen Verfahren bei der Denkmalschutzbehörde beantragt werden muss. Die neuen Festsetzungen gelten nicht für bestehende Gebäude, sondern nur für Umbauten und Erweiterungen.

Keine Einwände hatte der Ausschuss gegen die Neuaufstellung des Bebauungsplans Mühlfeld III in Petting, zu dem er als Nachbargemeinde zur Stellungnahme aufgefordert war. Im Gegenteil, die flächensparende Erweiterung eines bestehenden Baugebiets sowie die Festsetzung, die den Bau von Mehrgenerationenhäusern und Mietwohnraum ermöglicht, wurde ausdrücklich begrüßt. Man könne sich vorstellen, dass dies auch für Teisendorf bei der Ausweisung neuer Baugebiete ein Modell sein könnte.

In Strußberg möchte der Eigentümer ein landwirtschaftliches Betriebsgebäude teilweise abtragen und dafür neue Gewerberäume für einen Gartenbaubetrieb, eine Betriebsleiterwohnung und zwei Ferienwohnungen bauen. Das Vorhaben liegt im Außenbereich. Da es einem landwirtschaftlichen, beziehungsweise einem Betrieb der gartenbaulichen Erzeugung dient, ist es planungsrechtlich zulässig. Der Bauausschuss hatte keine Einwände dagegen und stellte das gemeindliche Einvernehmen her.

Der Leiter der Bauverwaltung, Theo Steinbacher, hat zudem den Ausschuss informiert, dass die Änderung des Flächennutzungsplans vom Landratsamt genehmigt wurde. kon

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