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Vachendorf unterliegt im Ligapokal

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Maximilian Bergmann (links) musste sich im Ligapokal Emir Krasniqi und dem SB Chiemgau Traunstein II mit 0:1 geschlagen geben. (Foto: Wirth)

Der SC Vachendorf hat sein erstes Ligapokal-Heimspiel unglücklich mit 0:1 gegen den SBC Traunstein II verloren. In einem gerade in der ersten Halbzeit guten Spiel waren die Gastgeber zwar überlegen, nutzten aber keine ihrer Chancen. In einer eher zerfahrenen zweiten Halbzeit hatte der SCV mehrere 100-prozentige Chancen, vergab diese aber leichtfertig.


Auch eine doppelte Überzahl in der Schlussviertelstunde nutzten die Vachendorfer nicht. Anders der Gast aus Traunstein, der aus einer Chance heraus den Siegtreffer markierte. Torwart Felix Wendl war ansonsten fast beschäftigungslos.

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Nach einer guten Anfangsviertelstunde erspielte sich der SCV in der 14. Minute seine erste Chance – Maximilian Bergmann hatte sich rechts durchgesetzt und Tobias Frisch bedient, doch Dominik Schiege im Tor der Gäste war mit einem Reflex zur Stelle. Einen Freistoß am Sechszehner bekamen die Gäste in der 16. Minute zugesprochen, doch Adrian Furch traf nur die Mauer. In der 26. Minute verlängerte Vachendorfs Thomas Klauser den Ball per Kopf zu seinem Bruder Georg, doch dessen Abschluss landete nur in den Armen von Schiege. Eine Minute vor der Halbzeit gab es dann die spielentscheidende Situation: Bei einem Einwurf der Gäste waren sich zwei Vachendorfer Verteidiger nicht einig und Leonardo Karaula schob den Ball zum 0:1 ins lange Eck.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Chancen-Feuerwerk für den SC Vachendorf: In der 46. Minute flutschte eine Freistoßflanke von Michael Hartl zu Thomas Klauser, doch dessen Abschluss aus sieben Metern war schwach. Zwei Minuten später setzte sich Johannes Einsiedl links durch und flankte perfekt, doch Georg Klauser köpfte aus kurzer Entfernung übers Tor.

In der 64. Minute sah Dominik Schiege nach einer Notbremse gegen Georg Klauser Rot. In der 72. Minute bediente Tobias Frisch Thomas Klauser, doch auch der schoss übers Tor. Pech hatte Johannes Einsiedl in der 75. Minute, als sein Schuss Zentimeter am langen Eck vorbeiging. In der 80. Minute sah Traunsteins Stefan Reis noch Gelb-Rot.

Doch der SCV hatte sich zu sehr von der Hektik anstecken lassen und war nicht mehr in der Lage, die doppelte Überzahl vernünftig auszuspielen. Die letzte Riesenchance des Spiels hatte Thomas Grafetstetter, der eine Flanke von Einsiedl aus zwei Metern Entfernung nicht im Tor unterbrachte.

»Wir haben die Fehler abgestellt und endlich gewonnen«, freute sich Traunsteins Trainer Markus Weber, nachdem seine Mannschaft im Ligaduell zuvor eine 0:3-Niederlage gegen Vachendorf kassiert hatte. »Die Spieler haben den Lernprozess gut umgesetzt.«

Vor allem in der letzten Viertelstunde sei es eine große Energieleistung seiner Mannschaft gewesen – schließlich stand nach der Roten Karte für Dominik Schiege auch kein gelernter Tormann mehr im Kasten. »Vielleicht haben sie das einfach mal gebraucht«, meint Markus Weber. »Spielerisch war das noch nicht das Gelbe vom Ei«, weiß der Trainer. »Aber die Spieler haben sich reingearbeitet und so den Sieg verdient.« TL/jom