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Unter Verdacht - Verschlusssache

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Unter Verdacht: Verschlusssache
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Dr. Eva Maria Prohacek (Senta Berger) und Max Wemmer (Ulrich Noethen) finden vertrauliche Dokumente in Thorstens Wohnung. Foto: Barbara Bauriedl Foto: dpa

Macht die Bundeswehr krumme Geschäfte mit der Waffenindustrie und riskiert dabei den Tod eines Soldaten? In «Unter Verdacht» müssen die Ermittler undurchsichtige Verstrickungen auflösen, um einem verzweifelten Vater zu helfen.


München (dpa) - In ihrem vorletzten Fall muss sich die Ermittlerin Eva Maria Prohacek mit Verstrickungen der Bundeswehr mit der Waffenindustrie auseinandersetzen - und mit einem Vater, dessen Sohn als Soldat bei einem Einsatz schwer verletzt wurde.

Auch die aktuelle Folge der ZDF-Reihe «Unter Verdacht», mit dem Untertitel «Verschlusssache», hebt sich qualitativ einmal mehr erfreulich ab, von vielen Krimiserien im deutschen Fernsehen. Hauptdarstellerin Senta Berger gibt die feinfühlige Ermittlerin, Ulrich Noethen überzeugt als verzweifelter Vater und Pazifist. Zu sehen ist die Episode an diesem Samstag um 20.15 Uhr im ZDF.

Nach Robert Atzorn als Kommissar Clüver in «Nord Nord Mord» und Hannelore Hoger als «Bella Block» tritt mit Senta Berger eine weitere langjährige ZDF-Kommissarin ab. Eine letzte Folge der seit 2002 auf Arte und im ZDF ausgestrahlten Reihe steht. Dann ist Schluss - auf Bergers eigenen Wunsch hin. Die Schauspielerin feiert im Mai ihren 77. Geburtstag.

Max Wemmer (Ulrich Noethen) hat eine Deutschlandfahne verbrannt. Die Aktion hat der Beamte aus dem Münchner Sozialreferat gefilmt und ins Netz gestellt. Jetzt drohen ihm eine Anzeige wegen Verunglimpfung des Staates und der Jobverlust. Noch bevor Kommissarin Prohacek, zuständig für interne Ermittlungen und Amtsdelikte, den Fall übernehmen kannt, grätscht ihr Chef und Gegenspieler Claus Reiter (Gerd Anthoff) rein. Der Choleriker brüllt im Vernehmungsraum Wemmer an, wie blöd der eigentlich sein müsse, so etwas zu tun. Und: «Seien Sie froh, dass Sie keine bayerische Fahne angezündet haben - da verstehen wir noch weniger Spaß!»

Wie immer versucht Prohacek ein wenig Mitmenschlichkeit ins System zu bringen. Wemmers Sohn Thorsten ist bei einer Übung mit einer neuen Waffe schwer verletzt worden und liegt im Koma. Der Vater, der sich mit seinem Sohn wegen dessen Bundeswehrkarriere zerstritten hatte, ist verzweifelt. Er glaubt, die Bundeswehr will etwas vertuschen. Noethen lässt die Hilflosigkeit des Mannes spürbar werden. Er steht offenbar alleine da, alleine gegen die Staatsgewalt. Seine ganze Hoffnung setzt er auf Kommissarin Prohacek. Und die setzt wie immer auf Moral und Anstand. Stets an ihrer Seite: ihr loyaler Helfershelfer André Langner (Rudolf Krause).

Als sich herausstellt, dass Thorsten Wemmer Psychopharmaka schluckte, sieht es schnell so aus, als habe er sich absichtlich anschießen lassen, um Selbstmord zu begehen. Diese Theorie lässt seinen Vater noch mehr verzweifeln. Der Kriegsdienstverweigerer ist überzeugt, dass sein Sohn «auf einem guten Weg» war - sprich: die Bundeswehr verlassen wollte.

Die Spuren führen die Ermittlerin zu einer Journalistin. Ihr hatte Thorsten Wemmer etwas anvertrauen wollen. Es ging um unsaubere Machenschaften zwischen der Bundeswehr und einem Waffenhersteller. Auch Claus Reiter gerät zwischen die Fronten. Ihm gönnt das Drehbuch eine Liebschaft mit der attraktiven Blondine Susanne Delgarde (Katja Weitzenböck). Reiter weiß zunächst nicht, auf wen er sich da eingelassen hat.

Prohacek und Langner wollen klären, ob es sich bei dem Fall um einen Unfall, einen Suizidversuch oder einen Anschlag handelte. Ein Brancheninsider will auspacken. Doch noch ehe er aussagen kann, verschwindet der Mann. Und dem im Koma liegenden Offizier geht es immer schlechter und dessen Vater auch.

Dem Regisseur Ulrich Zrenner und dem hochkarätig besetzten Darstellerteam gelingt ein spannender vorletzter Fall für Eva Maria Prohacek, der auf ein ebenso spannendes Finale von «Unter Verdacht» hoffen lässt.

Unter Verdacht - ZDF-Website