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Umfrage: 54 Prozent wünschen sich 2013 große Koalition

Berlin (dpa) - Eine klare Mehrheit der Bevölkerung erwartet und wünscht sich nach der Bundestagswahl in einem Jahr eine Neuauflage der großen Koalition. Ein solches Bündnis von CDU/CSU und SPD würden 54 Prozent begrüßen, ergab das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer.

Große Koalition
Symbol der großen Koalition: Fähnchen von SPD und CDU vor dem Reichstagsgebäude. Foto: dpa/Archiv Foto: dpa

Danach fänden 79 Prozent der Unions-Anhänger ein Zusammengehen der beiden großen Parteien gut. Bei den SPD-Sympathisanten sind dies mit 54 Prozent deutlich weniger.

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Rund 45 Prozent der Befragten rechnen damit, dass es 2013 auch zu einer solchen Konstellation kommt. Lediglich 14 Prozent erwarten Rot-Grün und nur noch 9 Prozent eine Bestätigung von Schwarz-Gelb. Kaum jemand (4 Prozent) glaubt an Schwarz-Grün.

Wäre bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl, bekämen weder die derzeitige Koalition noch Rot-Grün eine Mehrheit. Demnach kommt die Union auf 36 Prozent (minus 1 gegenüber August), die SPD auf 30 (plus 1). Die FDP schafft nur noch 4 Prozent (minus 1). Die Grünen verbessern sich auf 13 Prozent (plus 1). Linke und Piraten bleiben unverändert bei 6 Prozent.

Auf der Skala der wichtigsten Politiker (von +5 bis -5) kann sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Wert von 2,0 (August: 1,8) leicht verbessern. Auf Platz zwei liegt NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit unveränderten 1,6, gefolgt von Finanzminister Wolfgang Schäuble (1,5/1,4). Dahinter liegen die beiden möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück (1,4/1,3) und Frank-Walter Steinmeier mit unverändert 1,3. Verbessern können sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (0,8/0,6) und SPD-Chef Sigmar Gabriel (0,6/0,3).

Den vom Verfassungsgericht gebilligten Rettungsschirm ESM für verschuldete Euro-Länder lehnen 62 Prozent der Befragten ab. Lediglich 33 Prozent sind dafür. 71 Prozent sind für eine Volksabstimmung, sollte es im Rahmen der Euro-Rettung zu einer weiteren Abgabe nationaler Zuständigkeiten an die EU kommen.