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UEFA greift durch: Preisgelder von 23 Clubs eingefroren

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Michel Platini ist der Präsident der UEFA. Foto: Vassil Donev Foto: dpa

Nyon (dpa) - Die UEFA treibt ihre Bemühungen um wirtschaftliche Vernunft im europäischen Fußball voran und hat die Preisgelder von 23 Vereinen vorläufig eingefroren.


Den Clubs - darunter Europa-League- und Supercup-Sieger Atlético Madrid - wird vorgeworfen, ausstehende Zahlungen an andere Teams, ihre Spieler oder Steuerbehörden nicht geleistet zu haben. Dies verstößt gegen die Regeln des Financial Fair Plays mit denen die Europäische Fußball-Union künftig ökonomische Auswüchse verhindern will.

Deutsche Vereine sind von den Strafen nicht betroffen. «ECA-Mitglieder haben das Financial Fairplay-Projekt seit 2010 vorbehaltlos unterstützt. Dennoch scheint es, dass einige Clubs die Botschaft nicht verstanden haben», sagte Karl-Heinz Rummenigge, Vorsitzender der Club-Vereinigung ECA und zugleich Vorstands-Chef des FC Bayern München. «Die Zeit ist gekommen, diese Regeln ernst zu nehmen. Die ECA wird das Financial Fair Play weiter unterstützen.»

Bis zum Ende des Monats müssen die Vereine ihre Zahlungen leisten, sonst werden die für diese Saison zu erwartenden Preisgelder von der UEFA weiter einbehalten. Zu den bestraften Clubs gehören auch der spanische Champions-League-Teilnehmer FC Malaga sowie die Europa-League-Teams Rubin Kasan, Fenerbahce Istanbul und Sporting Lissabon.

Die einbehaltenen Gelder gehen in die Millionenhöhe. In der Champions League beträgt allein das Startprämie 8,6 Millionen Euro. In der Europa League bekommt jeder Club 1,3 Millionen Euro Antrittshonorar.

Die UEFA strebt eine strikte Finanzkontrolle im europäischen Fußball an. «Wer sich nicht an die Regeln hält, wird Schwierigkeiten bekommen», hatte UEFA-Präsident Michel Platini am 31. August erklärt. Mit der Saison 2014/15 droht Vereinen, die gegen das Financial Fairplay (FFP) verstoßen, im schlimmsten Fall der Ausschluss aus dem Europacup.

Kernpunkt der UEFA-Idee des FFP ist, dass Vereine nicht mehr Geld ausgeben, als sie erwirtschaften und dadurch die Schuldenspirale gestoppt wird. Im Jahr 2011 lag der Schuldenstand im europäischen Fußball laut UEFA bei 1,7 Milliarden Euro und damit erstmals seit Jahren stabil auf dem Vorjahresniveau.