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TSV-Ringer verpassen ganz großen Coup

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Entscheidung nach 29 Sekunden: Der TSV-Ringer Lukas Laue beförderte mit einem Beinangriff seinen Kontrahenten Florian Müller blitzschnell auf die Matte. Foto: Waßmuth

Berchtesgaden – Einen neuerlich begeisternden Kampf lieferte die ersatzgeschwächte Ringerstaffel des TSV Berchtesgaden den Münchnern von SC Isaria Unterföhring II. Zur Pause lag die nicht in Bestaufstellung aufgebotene Ringerstaffel des TSV Berchtesgaden noch mit 12:7 voran, am Ende wurde es ein 19:19. Mit diesem Ergebnis könne man gut leben, meinte Abteilungsleiter Hans Labacher. Gleichwohl hätten die Berchtesgadener mit einem Sieg und bei einem weiteren Erfolg am kommenden Samstag daheim gegen den SC Anger die alleinige Tabellenführung übernehmen können.


Der siebte Kampftag begann für den TSV Berchtesgaden vielversprechend, denn Lukas Laue (F 55) machte mit einem chancenlosen Widersacher recht kurzen Prozess. Nach einem schnellen Beinangriff mit anschließender Zange beförderte das Berchtesgadener Talent und Punktegarant Florian Müller bereits nach 29 Sekunden auf die Schultern. Stefan Moderegger (G 120) führte gegen Alessandro Punzo mit 1:0, verlor dann jedoch die Konzentration und unterlag nach 2:18 Minuten entscheidend.

Damit war der Kampf wieder offen. Wolfgang Heil (G 60) spielte seine technische Überlegenheit aus und besiegte Vincent Kurth mit 9:4 Punkten. Damit lag Berchtesgaden mit 7:5 voran.

Jetzt lagen die Hoffnungen auf Hans Preinfalk (F 96), der es allerdings mit dem technisch sehr versierten Junior Marco Punzo zu schaffen bekam. Preinfalk »verschlief« die erste Runde, lag schon 0:4 zurück, ehe er zum Angriff blies. Dennoch rettete Punzo 9:5 Punkte und brachte seine Staffel auf 7:8 heran.

Dafür entschädigte der letzte Kampf vor der Ringpause die über 350 begeisterten Zuschauer. Christoph Graßl (F 66 A) lag zunächst 0:2 zurück, ehe er knapp vor dem Gong mit einer Griffdublette seinen Gegner unter stehenden Ovationen des Publikums auf beide Schultern warf.

Sebastian Schöndorfer (G 84 B) stellte sich ohne Mattentraining seinem Team zur Verfügung und holte einen klaren 10:0-Punktsieg gegen den chancenlosen Emil Nefzger. Hätte Schöndorfer nur einen Punkt mehr geschrieben, wäre aus der »Drei« eine »Vier« geworden und der TSV Berchtesgaden hätte am Ende den Mannschaftskampf für sich entschieden. Das war jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erkennen, da der TSV Berchtesgaden erst einmal mit 15:7 in Front gezogen ist.

Korbinian Hillebrand (G 66 B) versuchte gegen den überlegenen Münchner Siegfried Jonak alles, doch nach 1:13 Punkten wurde es ein technisch überlegener Sieg des Unterföhringers, der damit auf 15:11 verkürzte. Der gesundheitlich angeschlagene Alexander Petersen (F 84 A) stellte sich seinem zehn Kilogramm schwereren Gegner Fabio Aiello und unterlag, wie nicht anders zu erwarten war, bereits nach wenigen Sekunden. Damit glichen die Gäste aus, da noch zwei Gewichtsklassen ausstanden.

Andreas Hillebrand (F 74 A) kam kampflos zu vier Punkten, weil die Münchener keinen Gegner stellten.

Im letzten Kampf des teilweise sehr spannenden Ringsportabends wehrte sich Marius Mackamul nach Kräften. Doch nach einem 0:10-Rückstand beendete Amlet Mamatzanian den ungleichen Kampf entscheidend und holte für seine Staffel noch ein Unentschieden.

Der eine Mannschaftspunkt zum Sieg wäre für den TSV Berchtesgaden durchaus möglich gewesen, die Verantwortlichen zeigten sich jedoch auch mit dem 19:19 zufrieden. Christian Wechslinger

Weitere Fotos der Ringerwettkämpfe finden sich unter www.berchtesgadener-anzeiger.de.