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»Treue aus ganzem Herzen« – 110 Jahre Weihnachtsschützen Ramsau

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Der Jubelverein beim Festzug anlässlich ihres 110-jährigen Bestehens durch die Ramsau. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Totenehrung: Pfarrer Herwig Hofmann segnet den Kranz der Weihnachtsschützen.
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Fahnenmutter Maria Palzer heftet ihr Fahnenband an die Vereinsfahne der Ramsauer Weihnachtsschützen.

Ramsau – Gebührend feierten die Ramsauer Weihnachtsschützen am Samstag ihr 110-jähriges Vereinsjubiläum.


Am Vereinsheim bei der Neuhausenbrücke wurde Aufstellung zum Kirchenzug genommen. Unter den 180 Festteilnehmern waren die Vorstandschaft der Vereinigten Weihnachtsschützen, der Patenverein Weihnachtsschützen Strub, die Freiwillige Feuerwehr Ramsau, der GTEV D'Achentaler, die Königlich- Privilegierte Feuerschützengesellschaft Ramsau, Veteranen- und Soldatenkameradschaft Ramsau, Pfarrer Herwig Hofmann mit vielen Ministrantinnen und Ministranten und der Jubelverein, die Ramsauer Weihnachtsschützen. Angeführt wurde der Kirchenzug von der Musikkapelle Ramsau, die auch den Festgottesdienst, den Festzug und den Festabend musikalisch gestaltete. Die Ramsauer Weihnachtsschützen schossen am Riesenbichl zum Kirchenzug, während der heiligen Wandlung und während des Festzuges.

Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Herwig Hofmann. Im Altarraum hatten sechs Fahnenabordnungen der jeweiligen Vereine Aufstellung genommen. Pfarrer Herwig Hofmann bezeichnete das Weihnachtsschießen als ein kostbares Brauchtum, wichtig sei dabei die »Treue aus ganzem Herzen«. Denn in 30 Jahren werde es nur noch kleine Gruppen geben, die tatsächlich an Weihnachten die Geburt des Herrn und die Menschwerdung Gottes feiern. »Ich hoffe, Ihr seid dabei«, sagte der Pfarrer. Der erinnerte auch daran, dass sich die Weihnachtsschützen im Dritten Reich nicht hätten gleich schalten lassen.

Einen Prolog über ein von Fahnenmutter Maria Palzer gestiftetes Fahnenband trug Maria Maltan vor. Pfarrer Herwig Hofmann segnete das Band und die Fahnenmutter heftete es an die Vereinsfahne der Ramsauer Weihnachtsschützen. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es am Kriegerdenkmal ein Totengedenken für die verstorbenen und gefallenen Schützenkameraden und es wurde ein Kranz niedergelegt.

Der Festzug führte über die Neuhausenbrücke zum Gasthaus »Waldquelle«. Dort gab es ein Festessen, Gruß- und Dankesworte vom 1. Vorstand der Weihnachtsschützen Ramsau, Sebastian Hackl, sowie Glückwünsche zum Vereinsjubiläum von 3. Bürgermeister Josef Maltan und vom 1. Vorstand der Vereinigten Weihnachtsschützen, Rudi Koller. Vier Marketenderinnen schenkten Hochprozentiges aus und es wurde noch gemütlich gefeiert. Bernhard Stanggassinger