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Traunsteiner Wochen der Biodiversität von 11. bis 24. Juli

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Alle zwei Jahre finden in Traunstein die „Wochen der Biodiversität“ statt. Die von der Kreisgruppe Traunstein des Bund Naturschutz e. V. gemeinsam mit der Stadt Traunstein organisierte Veranstaltungsreihe widmet sich diesmal dem Thema „Boden“ und findet vom 11. bis 24. Juli statt. Ein Höhepunkt ist in diesem Jahr der Besuch der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf, die am 16. Juli im Rahmen des Seminars „Bodenschatz – der Wert unserer Böden“ (10 bis 16.15 Uhr) im Großen Saal des Rathauses einen Vortrag halten wird.

 

Neben der Umweltministerin konnten weitere hochkarätige Referenten für das Tagesseminar gewonnen werden. Nach der Begrüßung um 10 Uhr durch Beate Rutkowski, Geschäftsführerin und Organisatorin (Bund Naturschutz / Kreisgruppe Traunstein), und Oberbürgermeister Christian Kegel beginnt um 10.30 Uhr Prof. i. R. Dr. Dr. h.c. Alois Heißenhuber mit seinem Vortrag „Der Boden – Grundlage einer nachhaltigen Wirtschaftsweise“. Alois Heißenhuber ist studierter Agrarwissenschaftler vom Wissenschaftszentrum für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt der TU München. Er war Ordinarius am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus an der TU München mit Schwerpunkt Produktions- und Ressourcenökonomie. Er wird in seinem Vortrag darlegen, dass eine bodenschonende Wirtschaftsweise Grundlage für eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Landwirtschaft ist. Dabei geht er einerseits auf die Gefahren für den Boden ein, andererseits zeigt er die komplexe Rolle des Bodens für den Pflanzenertrag, für die Biodiversität, den Wasserhaushalt und den Klimaschutz. Dieser Vortrag ist nicht nur interessant für Landwirte, sondern vor allem auch für Gartenbesitzer.

Um 11.30 Uhr spricht Johannes Enzler, Leiter der Kontrollbehörde für den ökologischen Landbau in Bayern und stellvertretender Sprecher des AK Landwirtschaft im Bund Naturschutz, über das Thema „Nachhaltiger Umgang mit unserem Boden – Welchen Beitrag kann der Ökolandbau dazu leisten?“. Sein Vortrag wird den Bodenschutz im Ökolandbau zum Thema machen, insbesondere die Wertigkeit von Grünland in unserer Region und die Problematik des zunehmenden Flächenverbrauchs für die Landwirtschaft.

 

Nach einem regionalen Bio-Mittagessen um 12.30 Uhr geht das Seminar um 13.45 Uhr mit einem Kurzvortrag der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf weiter. Ihr Thema: „Böden erhalten, Vielfalt sichern: Für einen erfolgreichen Bodenschutz in Bayern“.

 

„Waldböden in Gefahr?“ lautet ab 14.15 Uhr die Frage beim Referat von Prof. Dr. Axel Göttlein, Leiter des Fachgebietes „Waldernährung und Wasserhaushalt“ der TU München. Er hält einen Vortrag über die Wertigkeit der Waldböden für den Grund- und Trinkwasserschutz und für die Nährstoffkreisläufe in der Natur, und erklärt dabei, wie man schonend mit Waldböden umgeht und welchen Gefahren sie ausgesetzt sind. Vom Erhalt dieser Waldböden hängt unser gesamtes Ökosystem, das unsere Lebensgrundlage ist, ab. In seiner Forschungstätigkeit beschäftigt er sich auch mit Untersuchungen zur Auswirkung verstärkter Biomassenutzung auf die stoffliche Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung.

 

Das letzte Referat von Dr. Josef Heringer beginnt um 15.15 Uhr. Sein Thema lautet „Boden essbar machen“. Der studierte Landschaftsökologe war lange Jahre Studienleiter an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen. Daneben ist er sehr engagiert in der weltweiten Armutsbekämpfung und im Einsatz für die Kleinbauern. Er versteht es in seiner unnachahmlichen Art, Weltgeschichtliches und Ökologie eindrucksvoll zu verbinden, Zusammenhänge aufzuzeigen und die Menschen zum Handeln aufzufordern. Sein Credo für eine nachhaltige und auch für kommende Generationen faire Nutzung unserer Böden für die Ernährung der Menschen weltweit ist eindeutig, er verbindet es mit ganz praktischen Hinweisen, was jeder dazu beitragen kann.

Die Seminargebühr – inklusive Verpflegung aus regionalem, ökologischem Anbau – beträgt 25 Euro pro Person. Es ist eine Anmeldung bis spätestens 12. Juli 2016 bei Eva Schneider von der Stadt Traunstein (Telefon: 0861 65-251, E-Mail: eva.schneider@stadt-traunstein.de) nötig. Alle Informationen zu den Traunsteiner Wochen der Biodiversität sind auch auf www.traunstein.de abrufbar.