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Leitgedanke ist „global denken – lokal handeln“ – Vorbildliches gemeinsames Engagement von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft

Traunstein ist „Fairtrade-Stadt“

Sie und noch viele weitere Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für fairen Handel und haben gemeinsam Traunstein zur „Fairtrade-Stadt“ gemacht (von links nach rechts): Gerhard Hübner (1. Vorsitzender Eine-Welt-Laden e. V.), Ina Holzner (Mitglied des Kirchenvorstands der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Traunstein), Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel, Ewald Kleybold (Mitarbeiter Eine-Welt-Laden), Stadtrat Thomas Stadler (Leiter der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Traunstein), Eva Schneider (Umweltbeauftragte der Stadt Traunstein), Marlies Koch (Mitarbeiterin im Eine-Welt-Laden) und Jürgen Pieperhoff (Geschäftsführer der Stadtmarketing Traunstein GmbH). Nicht auf dem Foto: Birgit Kratzer (Mitarbeiterin Eine-Welt-Laden) und Kaplan Martin Gehringer (Katholische Kirche Traunstein).

Traunstein ist „Fairtrade-Stadt“: Mit diesem Titel zeichnet der Verein Transfair e. V. Städte und Gemeinden aus, die sich den Leitgedanken „global denken – lokal handeln“ auf die Fahnen geschrieben haben. In „Fairtrade-Städten“ vernetzen sich Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft und fördern gemeinsam den fairen Handel auf kommunaler Ebene.

Im März 2015 hatte der Stadtrat beschlossen, dass sich Traunstein um den Titel „Fairtrade-Town“ bewirbt. Unter der Leitung von Stadtrat Thomas Stadler (Bündnis90/Die Grünen) wurde daraufhin eine Steuerungsgruppe gegründet, um die Erfüllung der dafür notwendigen Kriterien voranzutreiben. Insgesamt sieben Einzelhandelsgeschäfte und zwei gastronomische Betriebe schlossen sich der Initiative an, außerdem beteiligen sich zwölf Schulen und Kindertagesstätten sowie drei Kirchengemeinden. Auch die Stadtverwaltung und die Stadtmarketing Traunstein GmbH sind mit dabei. In den örtlichen Medien machen die Akteure seither regelmäßig auf die Initiative „Fairtrade-Town“ und gemeinsame Veranstaltungen zum Thema aufmerksam und versuchen so weitere Mitstreiter zu finden. Damit erfüllt Traunstein alle Kriterien des Vereins Transfair e. V. und darf sich künftig „Fairtrade-Town“ nennen. Im Februar 2017 wird der Stadt der Titel offiziell in einem Festakt verliehen.

Oberbürgermeister Christian Kegel zeigte sich hocherfreut über die Verleihung des Titels „Fairtrade-Town“ und lobte das Engagement und die vorbildliche enge Zusammenarbeit der beteiligten Akteure. „Wenn die Politik, die Wirtschaft und Privatpersonen in einer Stadt wie Traunstein bei ihrem Einkauf auf soziale und ökologische Kriterien setzen, dann hat das eine Vorbildwirkung und bewegt sicherlich auch andere mitzumachen.“ Wichtig sei es jetzt, am Ball zu bleiben und mehr und mehr Bürgerinnen und Bürger zum Umdenken zu bewegen, so Christian Kegel.

Mehr als 2.000 Städte und Gemeinden in 25 Ländern tragen bislang den Titel „Fair-trade-Town“. Sie stehen für das Engagement und den Willen der Menschen, in ihrer Heimat den fairen Handel auf eine breite Basis zu stellen. In Deutschland gibt es mehr als 430 „Fairtrade-Towns“, darunter nunmehr die Stadt Traunstein.