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Traunstein Bayerischer Meister im Justizfußball

Traunstein wurde in die Fünfergruppe gelost und traf gleich im ersten Spiel auf den Titelverteidiger aus Bamberg. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einer schönen Kombination der Traunsteiner gelang dem Rechtsanwalt Dr. Christian Hümmer mit einem platzierten Schuss das goldene Tor.

Nach dem sehr wichtigen Auftakterfolg ließen die Traunsteiner im zweiten Spiel Ansbach nie eine echte Chance und siegten verdient mit 2:0 durch überlegt herausgespielte Tore von Andy Uhlig und Gernot Rochholz.

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Die letzten beiden Gruppenspiele gegen Ingolstadt und Bayreuth endeten jeweils torlos, was in der Abschlusstabelle mit acht Punkten für den Gruppensieg reichte und gleichbedeutend war mit dem Finaleinzug. In diesen wichtigen Spielen glänzte vor allem die von Vorsitzendem Richter Dr. Josef Hager (Spielertrainer) und von Staatsanwalt Markus Andrä bestens organisierte Abwehr mit einem überragenden Torwart Andi Wendlinger, der die gegnerischen Stürmer immer wieder mit Glanzparaden zur Verzweiflung brachte.

Im Endspiel gegen Regensburg setzten die Traunsteiner ihre Defensivtaktik erfolgreich fort und ließen nur wenige gegnerische Torchancen zu. Das äußerst lauf- und spielstarke Traunsteiner Mittelfeld um Rechtsanwalt Athanassios Moralis und Gernot Rochholz eroberte zahlreiche Bälle und kontrollierte geschickt das Spiel. Letztlich endete das Finale nach der regulären Spielzeit leistungsgerecht 0:0 und die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen. Die Traunsteiner Schützen Athanassios Moralis, Michael Fraunhofer, Andy Uhlig und Gernot Rochholz verwandelten souverän, während sich die Regensburger zwei Fehlschüsse leisteten. Damit stand der 4:2-Sieg im Elfmeterschießen fest und der Traunsteiner Jubel kannte keine Grenzen mehr. Nach den beiden Vizemeistertiteln in den Jahren 2008 und 2010 dürfen sich die Traunsteiner nun erstmals Bayerische Meister im Justizfußball nennen. Den dritten Platz hinter Regensburg sicherte sich Nürnberg vor Bayreuth.

Der Pokal für den ersten Platz und der Wanderpokal waren der verdiente Lohn für eine ausgezeichnete Leistung, die nur durch den tollen Zusammenhalt in der gesamten Mannschaft möglich war. Besonders erfreulich war auch, dass die Traunsteiner mit der Staatsanwältin Ulrike Hackler, die auf der linken Abwehrseite glänzte, erstmals weibliche Unterstützung erhielten. Nach ersten Informationen bei der Siegerehrung soll das Turnier nächstes Jahr wahrscheinlich in Traunstein ausgetragen werden. In Augsburg feierten die Traunsteiner den größten Erfolg der Geschichte ihrer Justizsportgemeinschaft bis spät in die Nacht. R.V.