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Traunreut: Betten, Matratzen und vieles mehr für Klinik

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Traunreut
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Ein großer Lastwagen wurde mit Hilfsgütern für Rumänien beladen. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Zum wiederholten Mal machte sich ein Lastwagen von Traunreut aus auf den Weg nach Rumänien, um dort dringend notwendige Güter anzuliefern. Die AWO-Vorsitzende Elfi Dzial organisiert diese Hilfstransporte in unregelmäßigen Abständen und fliegt nun auch selbst in das osteuropäische Land, um dabei zu sein, wenn der Lastwagen ankommt.


Seit 1999 organisiert Elfi Dzial immer wieder Transporte nach Rumänien und stellt nach dieser langen Zeit fest: »Ich werde es wohl nicht erleben, dass dort irgendwann keine Hilfe mehr nötig ist.« Wie bereits beim letzten Mal vor zwei Jahren geht auch der aktuelle Transport nach Tirnaveni im Kreis Mures in Siebenbürgen zu einer psychiatrischen Klinik. Dort sind 330 psychisch kranke Menschen und auch Senioren, die sonst keine Bleibe haben, untergebracht.

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Die Ausstattung des Heimes ist nach wie vor äußerst mangelhaft, es fehlt so ziemlich an allem. Der Lastwagen bringt auch dieses Mal wieder rund 30 Betten, die in Pflegeheimen der Region aussortiert wurden – für das Heim in Rumänien aber geradezu luxuriös sind. Zusätzlich wurden gestern zahlreiche sehr gut erhaltene Matratzen verladen, Decken, einige Rollatoren und Rollstühle, Kleidung und anderes mehr. Auch einen großen Fernseher erhielt Elfi Dzial als Spende für die Bewohner des Heims. Die Sachspenden sind das eine wichtige Gut. Benötigt wird aber auch Geld, um den Transport zu bezahlen. Die AWO-Vorsitzende ist daher froh um jede Spende, die sie bekommt.

Ohne Spenden wären Transporte nicht möglich

Neben Einzelspendern wurde sie heuer auch von der AWO-Trostberg unterstützt und von der AWO-Auslandshilfe. Ohne diese Finanzspritzen wäre der Transport nicht machbar. In zwei Jahren will Elfi Dzial noch einmal einen letzten Transport auf die Beine stellen. »Dann ist aber Schluss für mich«, betont sie schon jetzt. Es sei jedes Mal eine Menge Organisation und Arbeit notwendig, die von einigen wenigen, ehrenamtlichen Helfern geleistet wird.

Wie in der Vergangenheit fliegt auch dieses Mal Niki Bisiok mit ihr nach Rumänien, der frühere Hausmeister des Seniorenzentrums in Traunreut. Er ist ihr wichtiger Verbindungsmann und Dolmetscher. mix

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