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Transfermarkt-Volltreffer: Die Neuen schießen Tore

Stuttgart (dpa) - Marco Reus und Neu-Bayer Mario Mandzukic waren die prominentesten Transfers mit Torriecher, den größten Auftritt unter den Neuen aber hatte ein Nobody: Dani Schahin avancierte bei Rückkehrer Fortuna Düsseldorf zum umjubelten Doppeltorschützen in Augsburg.

Fortuna-Neuverpflichtung
Dani Schahin schoss seinen neuen Arbeitgeber mit seinen beiden Toren zum Sieg. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa

Der 23 Jahre alte Stürmer war am Wochenende beileibe kein Einzelfall. Gleich die Hälfte aller 22 Treffer am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga erzielten Neuzugänge - und sorgten für leuchtende Augen bei ihren Trainern und Managern.

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«Wir freuen uns, dass der Dani funktioniert», sagte Fortuna-Coach Norbert Meier nach dem Doppelschlag des ablösefreien Zugangs von Mitaufsteiger Greuther Fürth. Dass der Sohn einer ukrainischen Mutter und eines palästinensischen Vaters überhaupt im Kader stand, war der Grippe von Stefan Reisinger geschuldet. Das störte den Matchwinner nach seinen 31 Minuten auf dem Feld aber ganz und gar nicht. «Der Trainer redet viel mit mir, er vertraut mir, hab' ich das Gefühl. Das zeigt mir, dass er in mir etwas sieht. Er denkt sich wahrscheinlich: Aus dem kann ich was machen», sagte Schahin.

Nicht alle eingesetzten 64 Spieler trugen sich bei ihrem Bundesliga-Debüt für den neuen Arbeitgeber gleich in die Torschützenliste ein, aber auch in anderen Vereinen gab es Grund zur Freude über Volltreffer auf dem Transfermarkt. Bei Eintracht Frankfurt etwa war der 2:1-Sieg gegen Leverkusen im ganz besonderen Maß ein Sieg der Neuzugänge. Das 1:1 wurde von Stefan Aigner (kam von 1860 München) erzielt und von Bastian Oczipka (Bayer Leverkusen) sehr schön vorbereitet. Das 2:1 köpfte Martin Lanig (1. FC Köln) nach einer Flanke von Stefano Celozzi (VfB Stuttgart).

Eintracht-Trainer Armin Veh konnte zufrieden sein. «Wir haben sehr viele neue Leute in der Mannschaft. Für nur 5,5 Millionen Euro zehn neue Spieler zu holen - das ist nicht so leicht», meinte der Aufstiegs-Coach. Vor allem, da Frankfurt beim Einkauf nicht nur an die aktuelle Saison denken wollte. «In diesem Jahr geht es für uns nur um den Klassenerhalt. Danach aber kann die Mannschaft von der Altersstruktur her einen Schritt nach vorne machen. Wir haben eine Mannschaft zusammengestellt, die ordentlich Fußball spielen kann.»

Für den gepflegten Ball im Dortmunder Westfalenstadion ist seit dieser Saison auch 17-Millionen-Mann Reus verantwortlich. Der erste Auftritt des Fußballers des Jahres gelang nicht zuletzt dank des Führungstors gegen Bremen (2:1). «Natürlich war ich auch angespannt. Aber wie ich es immer gesagt habe, ich mache mir keinen Druck», meinte der ehemalige Gladbacher. Auch beim Gegner traf in Theodor Gebre Selassie (Slovan Liberec) ein Neuer.

Den nach Schahin wohl emotionalsten Premierentreffer feierte einer der zahlreichen Transfers beim VfL Wolfsburg. Bis zu neun Millionen Euro soll Trainer Felix Magath für Bas Dost vom SC Heerenveen auf den Tisch gelegt haben - und bekam als Dankeschön den Last-Minute-Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart. «Er ist ein Glücksfall für uns - und ich hoffe, dass wir auch für Bas Dost ein Glücksfall sind», meinte Magath.